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UNAIDS Appell: Nicht nachlassen

„Das sind 15 Millionen Erfolgsgeschichten“, sagte UNAIDS-Chef Michel Sidibé; noch vor 15 Jahren sei AIDS eine „Krankheit der anderen" gewesen. Damals war eine Behandlung lediglich für Reiche, nicht aber für Arme möglich. Heute nehmen rund 15 Millionen Menschen mit HIV weltweit antiretrovirale Medikamente zu sich, wie aus einem aktuellen UNAIDS-Bericht hervorgeht. Das erklärte Ziel von 15 Millionen Menschen unter antiretroviraler Therapie hat man sogar einige Monate vor Ablauf der Frist erreichen können.
Laut UNAIDS sind die Preise für antiretrovirale Medikamente der First-Line-Therapie im Laufe der Jahre um 99 % gesunken. In den letzten 15 Jahren habe man geschätzte 30 Millionen Neuinfektionen und acht Millionen Todesfälle vermeiden können. Die Zahl der Todesfälle sei von zwei Millionen im Jahr 2004 auf derzeit 1,2 Millionen jährlich gesunken. Ebenso erfreulich ist, dass die Lebenserwartung von HIV-Positiven im weitweiten Durchschnitt seit 2001 von 36 auf 55 Jahre gestiegen ist.

In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, wo der Bericht vorgestellt wurde, wird derzeit auf einer internationalen Konferenz über neue Finanzstrategien für die globalen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen beraten. Zu diesen Zielen gehöre auch, die Epidemie bis 2030 weltweit zu beenden, betonte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Um diese Erfolge dauerhaft zu sichern und auch die nächsten Etappen der Millenniumziele zu erreichen, dürfe die Weltgemeinschaft in ihren Einsatz nicht nachlassen, appellierten die Verantwortlichen von UNAIDS. Seit 2000 seien rund 187 Milliarden Euro in den Kampf gegen HIV investiert worden, bis 2020 seien jährlich rund 30 Milliarden Euro erforderlich – dann würde sich der Ressourcenbedarf nach und nach wieder verringern.

Der vollständige Bericht kann im Anhang als pdf-Datei heruntergeladen werden!

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