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PlusMinus 02/16

Themen:
- Zum Ende der HIV-Epidemie 2030
- Poppers, Viagra, Chems und HIV-Therapie
- Termine zum Welt-AIDS-Tag 2016
- Von der Forderung zu genießen...
- Rezension

Leseprobe: Zum Ende der HIV-Epidemie 2030

Der Plan:

Im Oktober 2014 hat die WHO ein Ziel vorgegeben mit dem bis 2030 die HIV-Epidemie eliminiert sein müsste. Dazu sollten 90% aller HIV Infizierten diagnostiziert sein, von diesen 90% sollten 90% eine antiretrovirale Therapie bekommen, und von diesen sollten 90% unter der Nachweisgrenze sein (insgesamt also 73% aller HIV-Infizierten weltweit unter der Nachweisgrenze, die das Virus nicht mehr weitergeben können).

Soweit die Theorie:

Wie schaut es nun in der Praxis aus bzw. wieweit sind wir bezüglich der Erreichung dieses Zieles in gut drei Jahren. Im September dieses Jahres ließ eine Meldung aufhorchen: Schweden habe als erstes Land das 90:90:90 Ziel erreicht. Genau: >90:95:95. Hier wurde aber auch schon Kritik laut: denn die Achillesferse der Strategie liegt im 1. Schritt  und damit in der Frage wieviele Menschen leben mit HIV im jeweiligen Land. Je geringer die Schätzung ausfällt umso eher erreicht man das erste Teilziel.

In Österreich schätzt man die Anzahl der Personen die mit HIV leben (PLHIV) auf 12.000 bis 15.000. Es gibt auch andere Berechnungen wonach es lediglich 7.600 oder 8.900 sein sollen. Damit steht und fällt die weitere Zielerreichung. Die Schätzung der Anzahl derjenigen die von ihrer Infektion (noch) nichts wissen ist diffizil. Auch wenn es dazu Tools gibt (ECDC), so bleibt immer eine mehr oder weniger große Unsicherheit.

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