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Leseprobe: ChemSex - hemmungslos, geil und die Folgen?

Ein neuer Begriff geistert seit den 2010er Jahren stetig durch das Netz, aber vor allem durch die MSM (= Männer, die Sex mit Männern haben)-Szene: „ChemSex“, der Gebrauch von Drogen in Verbindung mit sexuellen Aktivitäten.

Dieser sei, so heißt es näher, in Großbritannien – aber auch auf dem europäischen Festland – zunehmend in der schwulen Community verbreitet und eines ist gewiss: „ChemSex“ ist mitverantwortlich für zahlreiche HIV- aber auch Hepatitis-C-Infektionen (ganz zu schweigen von anderen sexuell übertragbaren Krankheiten).

Vermehrt findet man in dafür vorgesehenen Internetportalen und Dating-Plattformen Userprofile, die verharmlosend, ja einladend von „Chems“, „chemsfriendly“ und dergleichen sprechen. Sex-Partys scheint es in der ursprünglichen Form gar nicht mehr zu geben – viel zu dominant und selbstverständlich scheint der Gebrauch von Designerdrogen innerhalb der MSM-Szene geworden zu sein.

Doch wie lässt sich das Phänomen erklären und wie sollen die AIDS-Hilfen in ihren Aufgabenbereichen Beratung und Prävention darauf reagieren?

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