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HIV in den Entwicklungsländern

leicagirl / photocase.com Photo: SickRick / photocase.de

Für fünf Millionen Menschen beginnt die Ungleichheit zwischen entwickelter und unterentwickelter Welt bereits vor ihrer Geburt, dies gilt besonders auch für HIV, da sich bei schlechter medizinischer Betreuung viele Kinder bereits im Mutterleib oder während der Geburt von ihrer Mutter infizieren.
Vor allem im südlichen Afrika bleiben HIV-Infektionen und AIDS trotz des besseren Zugangs zu antiretroviralen Medikamenten eine der häufigsten Todesursachen. Zwei Drittel aller HIV-infizierten Menschen leben in Afrika, wobei 1,3 Millionen Afrikaner 2009 an den Folgen von AIDS verstarben. Das Immunschwächevirus ist besonders unter heterosexuellen Menschen verbreitet, wobei mehr Frauen als Männer infiziert sind. Großeltern und Geschwister der Verstorbenen müssen die knapp 15 Millionen afrikanischen AIDS-Waisen aufziehen. Dies hat für die Angehörigen gravierende Folgen, da vor allem jugendlichen Ersatzmüttern die Möglichkeit eines Schulbesuchs versperrt bleibt. Da HIV im fortgeschrittenen Stadium das Abwehrsystem stark schwächt, ist in städtischen Slums die Zahl der Tuberkulosefälle unter Kindern stark angestiegen.