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Beinahe jede dritte Schwangere in Südafrika ist HIV-positiv

Fast jede dritte schwangere Frau in Südafrika ist mit HIV infiziert. Der wachsende Anteil von infizierten Frauen, welche ohne die richtige und wichtige medizinische Versorgung (Kaiserschnitt statt natürliche Geburt und Muttermilchersatznahrung statt Stillen) den Erreger auf ihr Kind übertragen, verursacht große Besorgnis. Viele Kinder enden als Waisen und bleiben sich selbst überlassen.
Der Kampf gegen AIDS stelle eine der wichtigsten Herausforderungen für die weitere Entwicklung des Landes dar, zitierte die Zeitung "Business Day" den südafrikanischen Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi. Insgesamt sind nach offiziellen Angaben über zehn Prozent der 49 Millionen Südafrikaner mit dem AIDS-Erreger infiziert. Südafrika unternimmt seit dem Amtsantritt von Präsident Jacob Zuma im Mai 2009 erhebliche Anstrengungen, die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit zu bekämpfen. Eine im Januar gestartete Kampagne hat unter anderem zum Ziel, dass bis Juni 2011 15 Millionen Menschen in Südafrika einen HIV-Test machen lassen. Die Zahl der von den Behörden verteilten Kondome soll von 450 Millionen auf 1,5 Milliarden pro Jahr gesteigert werden.