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30 Jahre HIV/AIDS und kein Impfstoff in Sicht

leicagirl / photocase.com Photo: Miss X / photocase.de

Bereits vor über 100 Jahren trat HIV zum ersten Mal in Afrika auf, blieb jedoch Jahrzehnte lang unentdeckt. Am 5. Juni 1981 erschien in Kalifornien der erste medizinischer Fachartikel, in dem Sterbefälle an einer äußerst seltenen Lungenentzündung berichtet wurden. Damals wusste noch niemand, dass das menschliche Immunschwächevirus dafür verantwortlich war.
In den reichen Ländern kann die teure HAART heute den Ausbruch von AIDS verhindern. Hingegen sterben noch immer Millionen Menschen in den armen Ländern der Welt, weil die HIV-Therapie dort nicht oder nur schlecht finanziert wird. Immerhin ist von 2001 bis 2009 die Rate neuer HIV-Infektionen in 33 Ländern um mindestens ein Viertel gesunken.
Obwohl viel geforscht wird, ist nach wie vor eine Heilung von HIV oder eine Impfung gegen das Virus nicht in Sicht, da die Immunschwächekrankheit ihre Erbsubstanz laufend verändert. In den vergangenen zwölf Jahren wurden vier große Impfstoffversuche unternommen, und Experten meinen, dass es eines Tages einen Impfschutz geben werde. Doch über das Wann traut sich niemand zu äußern.