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2017 wieder mehr HIV-Diagnosen


Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre ist unverändert geblieben. Auch im Jahr 2017 wurden in Österreich mehr HIV-Infektionen diagnostiziert. Insgesamt 510 Menschen sind im letzten Jahr positiv getestet worden. Das sind mehr als in den letzten beiden Jahren, in denen 447 (2016) und 428 (2015) Infektionen registriert wurden. „Die Zahlen spiegeln nicht die tatsächlich stattgefundenen Neu-Infektionen in diesem Zeitabschnitt wider, da diese ja oft erst Jahre später diagnostiziert werden. Daher ist es durchaus möglich, dass die höheren Zahlen auf ein höheres Risikobewusstsein und eine häufigere und vor allem frühere Testung von Personen mit Risikokontakt zurückzuführen sind“, meint Dr. Elisabeth Puchhammer-Stöckl in der aktuellen Ausgabe der Virusepidemiologischen Information (02-18 – siehe Anhang).

Je früher eine HIV-Infektion erkannt wird, desto besser kann mittels antiretroviraler Therapie die Viruslast von Anfang an gering gehalten werden. Eine späte Diagnose hat unumstritten große Nachteile. Je später eine HIV-Infektion diagnostiziert wird und je später dadurch eine HIV-Therapie begonnen werden kann, desto ungünstiger stellt sich die individuelle Gesundheitsprognose dar. Zusätzlich ist bekannt, dass unter effektiver Therapie HIV-Übertragungen so gut wie ausgeschlossen sind.