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Perinatal erworbene Chlamydieninfektion

Sehr geehrter Herr Dr. Lust, bitte helfen Sie mir. Meine Ausgangslage ist wie folgt: Ich habe einen Sohn (5) und eine Tochter (10). Ich habe in den letzten 11 Jahren ein ziemlich wildes Leben geführt (häufige Bordellbesuche). Letztes Jahr hatte ich eine Prostatitis und bin auf STI aufmerksam geworden. Dabei habe ich gelesen, dass Chlamydien auch perinatal von der Mutter auf das Neugeborene übertragen werden können. Bei mir wurde eine Seronarbe Chlamydia Pneumoniae festgestellt, die AK bei Chlamydia Trachomatis ergaben keinen serologischen Hinweis auf eine entsprechende Infektion. Die Infektionslage der Mutter kenne ich nicht. Meine Fragen: - Ist es denkbar, dass Chlamydien über mehr als 5 bzw. 10 Jahre symptomlos im Körper eines Kindes persistieren? Wenn ja, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? - Wie hoch ist die Sensitivität einer serologischen Untersuchung bei den Kindern? Von der Beantwortung dieser beiden Fragen hängt meine Entscheidung ab, ob ich meine Kinder untersuchen lasse. Falls Sie meine Fragen nicht beantworten können, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir einen entsprechenden Experten, möglichst in Deutschland, nennen, an den ich mich wenden kann. Ich danke Ihnen vielmals im Voraus für Ihre Antwort. Beste Grüße aus Kaiserslautern Fritz Walter