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große Sorge

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe mich durch unzählige Beiträge durchgelesen und lange überlegt, ob ich schreiben sollte. Es ist folgendes passiert, was mir keine Ruhe lässt. Vor den Ferien habe ich meinen siebenjährigen Sohn aus der Schule abgeholt. Er erzählte mir, dass ihn ein Junge mit einer Nadel gestochen hätte. Versehentlich, mein Sohn ist gestolpert. Das passierterste in der Schule in der Nachmittagsbetreuung. Als ich ihn fragte, wie? wann? womit? War er irgendwann überfordert und ich bekam nichts mehr aus ihm raus. Höchstwahrscheinlich handelte es sich hierbei um eine Pinnnadel. Im Grunde ja nicht schlimm, wenn man sich damit gestochen hat, aber woher kam sie? Und kann da Blut dran gewesen sein? HIV? Wäre das Blut auf einer Pinnnadel ausreichend? Oder war es doch eine Nadel von einer Spritze mit HIV? Aber was hätte sie in der Schule zu suchen? Ständig kreisen diese Gedanken und Fragen in meinem Kopf. Was meinen Sie dazu? Ich weiß, dass auch im schlimmsten Fall eine Infektion in nur 3 von 1000 Fällen stattfinden kann. Es waren bei ihm zwei kleine rote Punkte oben auf dem linken Unterarm zu sehen. Dazwischen ein Kratzer. Er sagte, es hätte nicht geblutet. Also keine Vene/Adern getroffen? Vielleicht nur stumpfe Stiche, unter der Haut? Bin völlig fertig deswegen. Nach zwölf Wochen könnte man doch einen Test machen um HIV auszuschließen? Würde das der Kinderarzt auch machen und nimmt man dazu Blut aus der Vene, genau so wie bei einer normalen Blutabnahme? Finden Sie, meine Sorgen übertrieben? Mein Gefühl sagt, alles gut, mein Kopf eben nicht. Ich danke ihnen im Voraus für ihre Antwort. Maggie ... weiterlesen über große Sorge

Hallo Maggie!

Zum Nadelstich gilt: Wenn man sich subkutan an einer Nadel sticht, auf der infektiöses Blut klebt, dann ist das Risiko einer Infektion in etwa 3:1000 (d.h. von 1000 Nadelstichverletzten, die sich mit nachweislich infektiösen Nadeln gestochen haben, infizieren sich drei Menschen mit HIV). Das Risiko ist also nicht hoch. 
Der Kinderarzt nimmt das Blut aus der Vene.

Liebe Grüße!
Dr. Leo Lust