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Warum sollte man mit Kondomen kein öl- oder fetthaltiges Gleitmittel verwenden?

Öl- oder fetthaltige Gleitmittel (Babyöl, Massageöl, Vaseline) greifen das Latex an und machen das Kondom brüchig. D.h. durch das falsche Gleitmittel kann das Kondom bei der Verwendug (wenn das Latex also stark beansprucht wird) leichter platzen, reißen oder undicht werden. Deshalb sollte zusammen mit einem Kondom immer wasserlösliches Gleitmittel verwendet werden.

D.h. aber nicht, dass das Kondom bei Verwendung des falschen Gleitmittels automatisch für Krankheitserreger immer durchlässig wird. Es wird lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es bei Beanspruchung porös wird oder kaputt geht. Wenn das Kondom nach der Verwendung trotz des falschen Gleitmittels immer noch intakt ist, dann hat es seine Schutzfunktion trotzdem erfüllt: Glück gehabt!

Übrigens: Über Löcher im Kondom, die nicht deutlich erkennbar sind, kann nicht die für eine HIV-Infektion relevante Menge an infektiösen Körperflüssigkeiten (Sperma, Scheidensekret, Lusttropfen, Regelblut) in das Kondom eintreten bzw. aus dem Kondom austreten. Andere sexuell übertragbare Krankheiten können allerdings bereits aufgrund mikroskopisch kleiner Schädigungen im Latex des Kondoms übertragen werden (z.B. Tripper, Chlamydien, Syphilis, HPV-Feigwarzen, Herpes).

 

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