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Wann kann ich eine PEP machen?

Mit einer PEP (Post Expositions Prophylaxe) kann man unter Umständen kurz nach dem Eindringen von HIV in den Körper eine Ausbreitung und Infektion vermeiden. Dabei handelt es sich um eine Hoch aktive antiretrovirale Therapie (HAART). Allerdings wird die PEP in der Regel nur bei dringendem Verdacht durchgeführt (z.B. nach ungeschütztem Sex mit einem nachweislich HIV-positiven Menschen; Ausnahme: homosexuelle Kontakte, hier wird auch ohne Verdacht verschrieben), da die Nebenwirkungen sehr stark ausfallen und die Infektion trotz PEP nicht immer verhindert werden kann.

Nach einem ungeschützten Sexualkontakt mit einem HIV-positiven Menschen sollte man sofort einen Arzt, im Idealfall aber eine HIV-Spezialambulanz aufsuchen.  Wenn es möglich ist, sollte der HIV-positive Partner den Betroffenen begleiten, da der behandelnde Arzt auf diese Weise Informationen über die Höhe der Viruslast, die Vorbehandlung und etwaige Resistenzen erhalten kann. Der HIV-Positive muss seinen Namen dabei nicht nennen und bleibt anonym. Wer ein tatsächliches Risiko hatte, muss jedenfalls sehr schnell handeln. Der Beginn der PEP sollte möglichst innerhalb von zwei Stunden nach dem Risiko erfolgen. Innerhalb von 24 Stunden wird der Behandlungsbeginn von Medizinern noch als sinnvoll erachtet. Wenn die PEP erst nach 48 Stunden nach Risiko erfolgt, ist die Wirksamkeit der Therapie fraglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Notfalladressen zu kennen. In Salzburg bzw. Tirol sind das folgende Ambulanzen: Landeskrankenanstalten Salzburg 3. Medizin, Kontaktperson: Herr OA. Dr. Alexander Egle, Frau Dr. Ninon Taylor (Tel. 057255 58 2 75), Frau Dr. Scocic (Tel. 057255 57 2 91) , Müllner Hauptstraße 49, 5020 Salzburg; Infekt. Ambulanz Tel.: 057255 25 8 95 Universitätsklinik Innsbruck, Hautabteilung, Station V, Kontaktperson: Herr OA. Dr. Mario Sarcletti, Tel.: 0512/504-24847, Anichstraße 35, 6020 Innsbruck   ... weiterlesen über Wann kann ich eine PEP machen?
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