Häufig gestellte Fragen - HIV/Aids

Als Eintrittspforte bezeichnet man Körperstellen, durch welche HI-Viren in die Blutbahn gelangen können. Grundsätzlich gibt es zwei mögliche Eintrittspforten:
1. Schleimhäute (z.B. Analschleimhaut, Scheidenschleimhaut, Schleimhaut an der Penisspitze, Mundschleimhaut)
2. Große, tiefe offene Wunden (z.B. Fleischwunden, Cuts)

Nein. Es gibt Schleimhäute, die leichter durchdrungen werden können (Anal- und Vaginalschleimhaut, die Schleimhaut auf der Penisspitze) und solche, in welche eine infektiöse Körperflüssigkeit (z. B. Sperma, Regelblut, Vaginalsekret) weniger leicht eindringen kann (Mundschleimhaut). Selbst tiefe, schwere Verletzungen und Wunden sind schlechte Eintrittspforten, da offene Wunden auch bluten und das Austreten des Blutes ein Eindringen von Fremdkörpern (z.B. Krankheitserregern) erschwert.

Als "offen" bezeichnen wir eine Wunde dann, wenn ein direkter Zugang zu einem Blutgefäß besteht. D.h. eine offene Wunde blutet auch akut. Sobald sich die Wunde durch Blutgerinnung so weit geschlossen hat, dass sie nicht mehr blutet, ist sie keine offene Wunde mehr und somit nicht mehr als Eintrittspforte für HIV geeignet.

Nein. Es gibt praktisch keine Möglichkeit, dass durch so kleine Wunden genug infektiöse Flüssigkeit in die Blutbahn gelangt, dass es zu einer HIV-Infektion kommen könnte.

HIV kann somit im Alltag oder per Zufall gar nicht übertragen werden. D.h. eine Ansteckung wäre nur dann möglich, wenn fremdes infektiöses Blut in große, tiefe, schwere Verletzungen gelangt (z.B. Fleischwunden, stark blutende Wunden, tiefe Schnitte oder Cuts). Alle alltäglichen Wunden sind praktisch keine Eintrittspforten für das HI-Virus.

Wir wissen, dass in der medizinischen Theorie gerne behauptet wird, dass HIV über kleinste Verletzungen übertragen werden könne, doch ist in der Praxis (dies haben uns mehrere Virologen bestätigt) kein einziger Fall dokumentiert, der sich je über solche Verletzungen mit HIV infiziert hätte. Und die Übertragungspraxis ist ja bekanntlich viel aussagekräftiger als jede konstruierte Theorie.

Das heißt, dass es nur sehr wenige Wege gibt, wie es zu einer HIV-Infektion kommen kann. Das liegt unter anderem daran, dass eine ziemlich hohe Anzahl von Viren in die eigene Blutbahn gelangen muss, damit sich eine Infektion bilden kann. Eine gewisse Anzahl kann vom Immunsystem eliminiert werden, bevor sich eine Infektion bilden kann. Ein weiterer Umstand, der dazu führt, dass HIV nur schwer übertragbar ist, ist die hohe Umweltempfindlichkeit der HI-Viren. Das heißt, außerhalb des Körpers können die HI-Viren nur sehr kurz infektiös bleiben, sodass beispielsweise eine indirekte Übertragung (also über verseuchte Gegenstände) praktisch nicht möglich ist.

Es gibt nur wenige Körperflüssigkeiten, in denen die Viruskonzentration für eine Übertragung hoch genug ist:
1. Blut, 2. Sperma, 3. Scheidenflüssigkeit, 4. Darmsekret, 5. Wundflüssigkeit, 6. Muttermilch, 7. Liquor (Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit)

In Blut und Sperma ist die Viruskonzentration am höchsten. In den anderen genannten Flüssigkeiten ist die Viruskonzentration prinzipiell für eine Übertragung hoch genug, jedoch schon so gering, dass nicht über jede Eintrittspforte eine Übertragung möglich ist. Andere Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Urin, Tränen enthalten zwar auch HI-Viren, aber in so geringer Menge, dass eine Ansteckung sicher ausgeschlossen werden kann.

HI-Viren reagieren sehr empfindlich auf Umweltbedingungen und werden insbesondere durch den Kontakt zu Sauerstoff sehr schnell inaktiviert (von "absterben" kann man streng genommen nicht sprechen, da Viren keinen eigenen Stoffwechsel haben und deshalb nicht als "lebend" bezeichnet werden können). Der Großteil der Viren ist außerhalb des Körpers innerhalb der ersten Minute nicht mehr infektiös. D.h. dass Tropfen infektiöser Flüssigkeit auf Gegenständen bereits nach einer Minute nicht mehr infektiös sind, weil zumindest so viele Viren in dieser Flüssigkeit inaktiviert wurden, dass die Viruskonzentration unter das kritische Maß gesunken ist, das für eine Ansteckung nötig ist.
Wenn der Luftkontakt eingeschränkt ist, können HI-Viren auch länger aktiv bleiben, unter Luftabschluss im günstigsten Fall sogar mehrere Tage.

Irgendwelche Symptome, die sich nach einem Risikokontakt einstellen, sind zur Diagnose einer HIV-Infektion nicht hilfreich, da in der akuten Phase, also kurz nach der HIV-Infektion, manchmal gar keine auftreten, oder diese HIV-typischen Symptome so allgemeiner Natur sind, dass immer auch sehr viele andere Ursachen in Frage kommen, die viel wahrscheinlicher und plausibler sind als eine HIV-Infektion. Fieber, Hautausschlag, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Durchfall usw. sagen daher über den HIV-Status nichts aus. Ein Rückschluss von diesen gesundheitlichen Beschwerden auf HIV wäre völlig vage und deshalb ein falscher Umkehrschluss. Wenn also tatsächlich das Risiko einer Übertragung gegeben war, dann ist der HIV-Test die einzig zuverlässige Methode, um festzustellen, ob eine Infektion statt gefunden hat oder nicht.

Der Standard-HIV-Test ist ein Antikörpertest (ELISA/3. Generation) (bzw. ein kombinierter Antikörper-Antigen-Test, ELISA/4.Generation). D.h. der Test sucht nach Antikörpern, die das Immunsystem als Reaktion auf das Eindringen der Viren bildet. Es dauert im Durchschnitt sechs bis acht Wochen, bis genug Antikörper vorhanden sind, damit der Test sie nachweisen kann. Diese Zeit nennt man diagnostisches Fenster. Manchmal kann es auch bis zu zwölf Wochen dauern. Wirklich sicher ist der Antikörpertest (ELISA) also erst nach zwölf Wochen. Nach acht Wochen liegt die Testsicherheit eines Antikörpertests der 3. Generation bei etwa 90%, nach sechs Wochen bei etwa 80% und vier Wochen nach der Infektion erst bei rund 60%. Beim kombinierten Antikörper-Antigen-Test wird zusätzlich noch auf das p24-Antigen getestet, bei dem es sich um ein Protein von HIV-1 handelt. Das p24-Antigen bildet sich in der Regel bereits zwei Wochen nach einer Infektion und bleibt für vier Wochen im Blut nachweisbar.

Nein. HIV gehört zu den schwer übertragbaren Viren. Das liegt unter anderem daran, dass eine recht hohe Anzahl von Viren in die Blutbahn gelangen muss, damit es zu einer Infektion kommen kann. Damit das möglich ist, muss die infektiöse Flüssigkeit eine hohe Viruskonzentration aufweisen (darum gibt es ja auch nur so wenige Körperflüssigkeiten, die infektiös sind). Wenn also eine solche Flüssigkeit verdünnt wird (z.B. Blut durch Speichel) sinkt die Viruskonzentration und es ist keine Infektion mehr möglich. Anders gesagt: Damit beim Küssen durch Blut ein Infektionsrisiko entstehen könnte, müsste das sehr viel Blut sein (da ja durch Speichel verdünnt). Das würde man normalerweise bemerken (z. B. ganz deutlich schmecken). Um ein Risiko zu haben, müsste man z.B. einen Menschen küssen, der gerade einen ausgeschlagenen Zahn hat und in großen Mengen blutet.

Wenn du eine Frau oral befriedigst, kannst du dich normalerweise nicht mit HIV infizieren. Die Viruskonzentration in der Scheidenflüssigkeit ist im Vergleich zu Sperma oder Blut eher gering. Gleichzeitig ist die Mundschleimhaut eine schlechte Eintrittspforte für HIV, sodass Scheidenflüssigkeit alleine normalerweise nicht für eine Ansteckung mit HIV ausreicht.

Ein Risiko besteht aber dann, wenn (Menstruations-) Blut in der Scheidenflüssigkeit enthalten ist. Da die Viruskonzentration im Blut besonders hoch ist, kann auch die Beimischung von Blut unter Umständen schon ein gewisses Infektionsrisiko beim Oralverkehr bedeuten. Blut kann auch einige Tage vor und nach der Menstruation in der Scheidenflüssigkeit enthalten sein. Es gilt allerdings die Faustrregel, dass dann kein praktisches Risiko einer Infektion besteht, wenn die Blutmengen so klein sind, dass man sie nicht bemerkt bzw. deutlich schmeckt. Nicht schmeckbare Blutmengen würden nämlich durch den Speichel zu sehr verdünnt werden. 

Nein. Wenn du oral befriedigt wirst, kommst du nur mit dem Speichel der anderen Person in Kontakt und HIV kann über Speichel nicht übertragen werden. Und selbst wenn der aktive Partner in seiner Mundhöhle bluten würde, würde sein Blut durch den Speichel viel zu sehr verdünnt werden, sodass eine Übertragung auf den passiven Partner nicht möglich wäre. Ein Mensch müsste also schon sehr stark blutende Verletzungen in seiner Mundhöhle aufweisen, damit ein Risiko bestünde (z.B. infolge eines ausgeschlagenen Zahns, wobei ihm dann nicht nach Oralverkehr zumute wäre).

Somit lässt sich sagen, dass kein Risiko bezüglich HIV besteht, wenn man nach dem passiven Oralverkehr keine sichtbaren Blutspuren auf seinem Penis erkennen kann (mikroskopisch kleine Blutmengen reichen nämlich für eine HIV-Infektion noch nicht aus).

Öl- oder fetthaltige Gleitmittel (Babyöl, Massageöl, Vaseline) greifen das Latex an und machen das Kondom brüchig. D.h. durch das falsche Gleitmittel kann das Kondom bei der Verwendug (wenn das Latex also stark beansprucht wird) leichter platzen, reißen oder undicht werden. Deshalb sollte zusammen mit einem Kondom immer wasserlösliches Gleitmittel verwendet werden.

D.h. aber nicht, dass das Kondom bei Verwendung des falschen Gleitmittels automatisch für Krankheitserreger immer durchlässig wird. Es wird lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es bei Beanspruchung porös wird oder kaputt geht. Wenn das Kondom nach der Verwendung trotz des falschen Gleitmittels immer noch intakt ist, dann hat es seine Schutzfunktion trotzdem erfüllt: Glück gehabt!

Übrigens: Über Löcher im Kondom, die nicht deutlich erkennbar sind, kann nicht die für eine HIV-Infektion relevante Menge an infektiösen Körperflüssigkeiten (Sperma, Scheidensekret, Lusttropfen, Regelblut) in das Kondom eintreten bzw. aus dem Kondom austreten. Andere sexuell übertragbare Krankheiten können allerdings bereits aufgrund mikroskopisch kleiner Schädigungen im Latex des Kondoms übertragen werden (z.B. Tripper, Chlamydien, Syphilis, HPV-Feigwarzen, Herpes).

Nein. Im Lusttropfen ist die Viruskonzentration im Vergleich zu Blut oder Sperma nur gering. Gleichzeitig ist die Mundschleimhaut eine eher schlechte Eintrittspforte für HIV, sodass der Lusttropfen allein für eine Ansteckung mit HIV beim Oralverkehr nicht ausreicht. Ein Risiko besteht nur, wenn der Samenerguss im Mund erfolgt.

Dasselbe gilt übrigens auch für Spermareste, die sich noch in der Harnröhre befinden können. Hier reichen die geringen Mengen nicht aus und werden somit durch den Speichel viel zusehr verdünnt, sodass in diesem Gemisch aus Lusttropfen, etwaigen Spermaresten sowie Speichel die Virenkonzentration viel zu dünn für eine Übertragung von HIV ist.

Ja. Wenn der Samenerguss im Mund erfolgt, dann kann HIV übertragen werden. Gelangt kein Sperma in den Mund, besteht jedoch kein Infektionsrisiko.

Im Lusttropfen ist die Viruskonzentration im Vergleich zu Blut oder Sperma nur gering. Gleichzeitig ist die Mundschleimhaut eine eher schlechte Eintrittspforte für HIV, sodass der Lusttropfen allein für eine Ansteckung mit HIV beim Oralverkehr nicht ausreicht.

Von einem Heimtest, d. h. einem HIV-Test, den man selbst zu Hause machen kann, raten wir grundsätzlich ab. Er ist in Österreich und Deutschland nicht offiziell zugelassen und das mit gutem Grund. Erstens weiß man nie, ob es sich dabei um einen sicheren und zuverlässigen Test handelt, und zweitens liefern Heimtests häufiger falsch-positive Testergebnisse als HIV-Tests, die von Ärzten oder Labors eingesetzt werden. Für den Betroffenen ist das natürlich ein großer Schock: Er denkt, er sei HIV-positiv, obwohl er tatsächlich negativ ist. Im Gegensatz zu Heimtests wird nämlich bei HIV-Tests, die man bei Ärzten, in Labors oder in AIDS-Hilfen machen lässt, bei positivem Testergebnis stets ein zweiter Bestätigungstest durchgeführt, um falsch-positive Testergebnisse auszuschließen.

Mit einer PEP (Post Expositions Prophylaxe) kann man unter Umständen kurz nach dem Eindringen von HIV in den Körper eine Ausbreitung und Infektion vermeiden. Dabei handelt es sich um eine Hoch aktive antiretrovirale Therapie (HAART). Allerdings wird die PEP in der Regel nur bei dringendem Verdacht durchgeführt (z.B. nach ungeschütztem Sex mit einem nachweislich HIV-positiven Menschen), da die Nebenwirkungen sehr stark ausfallen und die Infektion trotz PEP nicht immer verhindert werden kann.

Nach einem ungeschützten Sexualkontakt mit einem HIV-positiven Menschen sollte man sofort einen Arzt, im Idealfall aber eine HIV-Spezialambulanz aufsuchen.  Wenn es möglich ist, sollte der HIV-positive Partner den Betroffenen begleiten, da der behandelnde Arzt auf diese Weise Informationen über die Höhe der Viruslast, die Vorbehandlung und etwaige Resistenzen erhalten kann. Der HIV-Positive muss seinen Namen dabei nicht nennen und bleibt anonym.
Wer ein tatsächliches Risiko hatte, muss jedenfalls sehr schnell handeln. Der Beginn der PEP sollte möglichst innerhalb von zwei Stunden nach dem Risiko erfolgen. Innerhalb von 24 Stunden wird der Behandlungsbeginn von Medizinern noch als sinnvoll erachtet. Wenn die PEP erst nach 48 Stunden nach Risiko erfolgt, ist die Wirksamkeit der Therapie fraglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Notfalladressen zu kennen. In Salzburg bzw. Tirol sind das folgende Ambulanzen:
Landeskrankenanstalten Salzburg 3. Medizin, Kontaktperson: Frau Dr. Ninon Taylor, Tel.: 0662/4482-3449, Müllner Hauptstraße 49, 5020 Salzburg 

Nein. Eine Ansteckung mit HIV ist beim Petting nicht möglich, weshalb diese Sexualpraktik als Safer-Sex gilt. Ein Risiko besteht nur dann, wenn man mit fremdem Sperma onaniert oder wenn ein Finger mit Sperma in die Scheide eingeführt wird (hier kann es neben einer HIV-Infektion auch zu einer Schwangerschaft kommen). Spermamengen oder Lusttropfen, die zufällig während intensiven Körperkontakts nach der Ejakulation auf den Penis gelangen, können zwar in der medizinischen Theorie bereits zu einer Infektion führen, stellen allerdings kein praktisches Risiko dar, weil die Schleimhaut auf der Eichel nicht sehr großflächig ist.

Beim Deep Throat ist für den aktiven Part ein geringes Risiko gegeben. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Oralverkehr kann hier nämlich die Penisspitze die empfindliche Rachenschleimhaut berühren und der Lusttropfen des passiven Parts kann dabei direkt und unverdünnt auf die Schleimhaut geraten. Das Risiko, das vom Lusttropfen ausgeht, ist zwar nur sehr gering, aber man kann eine Übertragung von HIV beim Deep Throat nicht gänzlich ausschließen (Es gibt natürlich auch Männer, die so gut wie gar keinen Lusttropfen absondern, in diesen Fall wäre kein Risiko geggeben). Im Idealfall nimmt man deshalb beim Deep Throat ein Kondom.

Nein. Erstens wird HIV eine Minute nach Austritt aus dem Körper inaktiv und ist dann nicht mehr ansteckend, d.h. Blut oder andere Körperflüssigkeiten sind dann nicht mehr infektiös. Zweitens sind alltägliche Verletzungen, wunde, rissige Haut, Kratzer etc. keine Eintrittspforten für HIV, da sämtliche alltägliche Verletzungen viel zu klein sind. HIV zählt zu den nur wenig infektiösen Virusarten, und infektöse Körperflüssigkeiten können deshalb nicht über derartige Wunden und Verletzungen in einer für eine Infektion nötigen Menge in den Blutkreislauf gelangen.

Selbst wenn man sich mit einem Messer schneidet, müsste der Schnitt sehr tief sein (z.B. ein tiefes Cut), und zugleich müssten sich auf der Klinge deutlich erkennbare fremde Blutspuren befinden, die noch dazu unter einer Minute alt sein müssten, damit ein Risiko bestünde. Mikroskopisch kleine Blutmengen hingegen reichen für eine Infektion nicht aus, und Blutreste, die älter als eine Minute sind, sind nicht mehr infektiös.

Nein! Das ist völlig ausgeschlossen. Eine Ansteckung mit HIV über infektiöse Körperflüssigkeiten, die in Speisen oder Getränke gemischt werden, ist nicht möglich, da die Körperflüssigkeiten mit Getränken bzw. Nahrung und Speichel viel zu sehr verdünnt würden. In diesem Gemisch aus Nahrungsbrei, Speichel und Körperflüssigkeiten würde die Viruskonzentration von HIV viel zu dünn, weshalb eine Ansteckung unmöglich wäre.

Ansteckungen über Spritzen sind praktisch nur dann möglich sind, wenn die Injektion intravenös, d.h. direkt in eine Vene erfolgt (das ist z.B. bei Junkies der Fall, die sich beim gemeinsamen Benützen von Drogenspritzen mit HIV oder noch öfters mit Hepatitis C infizieren; hier gelangen Blutreste vom Vorgänger, die sich in der Kanüle sammeln, direkt in die Vene). Subkutan (d.h. wenn ein Nadelstich unter die Haut, nicht aber in eine Vene verabreicht wird)  ist eine Infektion mit HIV nur sehr schwer möglich, da die Verletzung zu klein ist, nicht tief genug geht und somit nicht hinreichend infektiöses Blut in die Blutbahn geraten kann.

Weltweit ist laut dem Virologischen Institut in Wien nur ein Fall dokumentiert, der sich über das Auge mit HIV infiziert hat. Wenn ein Tropfen Blut ins Auge gerät, liegt das Risiko also im theoretischen und nicht im praktischen Bereich, weil das Auge sich aufgrund der Tränenflüssigkeit innerhalb weniger Sekunden selbst reinigt und das Lid das Blut wegwischt.

Nein! Sobald Mücken, Zecken und andere kleine Blutsauger das Blut aufnehmen, wird das Blut verdaut und inaktiviert. Insofern besteht nie ein Risiko einer HIV-Infektion und man kann eine Ansteckung zu 100% ausschließen. Zudem ist die Einstichstelle eine viel zu kleine Wunde, d.h. hier könnte nicht die für eine HIV-Infektion nötige Menge an fremdem Blut in die Blutbahn geraten.

Das hängt beim ungeschützten Genitalverkehr ganz davon ab, wie viel Scheidensekret während des Eindringens auf die Eichel gelangt ist. Im Scheidensekret ist die Virenkonzentration von HIV relativ dünn, weshalb ein paar Tropfen davon für eine Übertragung nicht ausreichen. Die Eichel müsste nach dem Herausziehen schon regelrecht nass vor Sekret sein, damit ein Risiko bestünde. Es hängt also nicht so sehr von der Dauer, als vielmehr von der Menge der infektiösen Flüssigkeit ab, ob ein Risiko bestand oder nicht. (Regel-)Blut ist viel infektiöser als HIV, wobei auch hier nur deutlich erkennbare Blutmengen auf der Eichel zu einer Infektion führen können. Mikroskopisch kleine Mengen reichen für eine Infektion noch nicht aus.

Nein. Solch geringe Mengen an Sperma, die sich in der Harnröhre des passiven Partners befinden, reichen für eine Ansteckung mit HIV nicht aus, da sie viel zusehr durch den Speichel verdünnt werden. Hier gilt dasselbe wie beim Lusttropfen.

Ein sehr geringes Risiko ist hier schon gegeben, da auch der Lusttropfen des Mannes manchmal zu einer HIV-Infektion führen kann, wenn er auf die vaginale oder anale Schleimhaut gelangt. Allerdings ist das Risiko, das vom Lusttropfen ausgeht, viel geringer als das von Sperma, weil die Menge des Lusttropfens sehr klein ist und sich weniger HI-Viren im Lusttropfen befinden als in Sperma.

Zudem ist auch die Länge des ungeschützten Kontakts von Bedeutung: Innerhalb weniger Sekunden kann praktisch keine relevante Menge an Lusttropfen auf die Schleimhaut gelangen, weswegen dann kein praktisches Risiko gegeben ist; innerhalb mehrerer Minuten hingegen würde schon das oben genannte geringe Risiko bestehen.

 Nein, denn im Scheidensekret ist die Virenkonzentration von HIV nur dünn, weswegen Mengen an Scheidensekret, die indirekt von der Scheide auf die Hand auf die Penisschleimhaut gelangen für eine HIV-Infektion bei Weitem nicht ausreichen. Die Eichel müsste schon regelrecht nass vor Sekret werden, damit ein Risiko bestünde, was aber indirekt praktisch völlig unmöglich ist.

1) Ungeschützter Sexualverkehr (Analverkehr, Vaginalverkehr, in sehr seltenen Fällen Oralverkehr)

2) Needle Sharing, d.h. der gemeinsame Gebrauch von benutztem Spritzbesteck zum intravenösen Drogenkonsum

3) Von der Mutter auf das Kind (bei der Geburt auf natürlichem Weg und beim Stillen)

Andere Übertragungswege, die früher eine große Rolle spielten, sind heute nicht mehr relevant: So liegt z.B. die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Infektion über eine Blutspende bei eins zu 5.000.000 bis 10.000.000, weil alle Blutspender heute sehr ausführlich auf HIV getestet werden.

Beim Zahnarzt ist eine Ansteckung mit HIV nicht möglich. Blut eines HIV-positiven Menschen ist ab einer Minute nach Austritt aus dem Körper nicht mehr ansteckend, und dieses kurze Zeitfenster wird in der Zahnarztpraxis zwischen zwei Patienten immer überschritten. HIV kann zudem nur über deutlich sichtbare Blutmengen übertragen werden, da es bei Weitem nicht so infektiös wie andere Virusarten ist, und erkennbare Blutmengen auf den medizinischen Instrumenten würden dem medizinischen Personal nicht entgehen.

Nein! Dazu ist HIV im Gegensatz zu anderen Krankheiten schlicht zu wenig infektiös. Blutreste (oder andere infektiöse Körperflüssigkeiten) auf Lebensmitteln werden durch Nahrung und Speichel nämlich zu sehr ausgedünnt. Im Gemisch aus Speichel und Blut wird die Virenkonzentration von HIV viel zu dünn, weswegen es zu keiner Übertragung kommen kann. HIV kann nur übertragen werden, wenn die Virenkonzentration sehr hoch ist, was aber nicht der Fall ist, wenn Blut durch Speichel verdünnt wird.

Immer häufiger wird mittlerweile auch der sogenannte PCR-Test zur Diagnose einer HIV-Infektion verwendet. Dies ist kein Antikörpertest, sondern ein direkter Virusnachweis, wodurch das diagnostische Fenster wesentlich verkürzt wird. Der PCR-Test sollte nicht früher als zwei Wochen nach einer etwaigen Infektion vorgenommen werden, da u. U. erst nach zwei Wochen die Viruslast (Menge der Viren im Blut) hoch genug ist, um nachweisbar zu sein. Zu beachten ist, dass beim PCR-Test nicht gleichzeitig auf HIV-1 und HIV-2 getestet werden kann (wie beim Antikörpertest), sondern für jeden der beiden Virenstämme ein eigener Test gemacht werden muss.

Ab 14 Tagen nach einer Infektion kann eine PCR HIV zu 99,9% nachweisen. Es sind keine falsch-negativen Testergebnisse bekannt, wenn das diagnostische Fenster eingehalten wurde. Auch ist es nicht möglich, dass die Viruslast unter die Nachweisgrenze der PCR sinkt, solange man keine HIV-Therapie (HAART) einnimmt. Die PCR-Bestimmung ist ab zwei Wochen nach einem Risiko somit sehr sicher. Wir müssen allerdings darauf hinweisen, dass ein PCR-Ergebnis um ein paar Promille unsicherer ist als ein Standard-Antikörpertest ist, weshalb die offizielle Richtlinie besagt, man solle im Idealfall 12 Wochen nach einem Sexualkontakt einen Antikörpertest zur absoluten Absicherung machen lassen.

Beim Fisten ist eine HIV-Infektion nicht möglich, weil über alltägliche Wunden, rissige, raue Haut etc. infektiöse Körperflüssigkeiten (z.B. Blut oder Darmsekret) nicht in einer für eine HIV-Übertragung nötigen Menge in die Blutbahn gelangen können. Siehe auch hier zu Wunden und Verletzungen: http://www.aidshilfe-salzburg.at/faq/ist-aufgekratzter-pickel-rissige-haut-kleine-verletzungen-des-nagelbetts-etc-als-eintrittspforte

 

HIV ist nicht so infektiös wie andere sexuell übertragbare Krankheiten, weshalb es durch nicht erkennbare Blutmengen noch nicht weitergegeben werden kann. Solange der Fister daher keine sichtbar blutigen Verletzungen oder blutverschmierte Finger aufweist, besteht für den passiven Part kein Risiko einer Übertragung von HIV.

Nein, denn die Einstichstelle, die Mücken, Gelsen oder andere kleine Blutsauger verursachen, ist viel zu klein, weshalb hierüber nicht eine für eine HIV infektion nötige Menge an fremdem Blut in die Blutbahn gelangen könnte.

Ich habe mal beim Virologischen Institut in Wien recherchiert, und die Virologin hat mir versichert, dass die Sicherheit des PCR-Tests nur knapp unter 100%, also weit über 99% liegt, und sie es noch nie erlebt hat, dass eine PCR falsch-negativ ausgefallen ist. Auf die Frage, warum das PCR-Verfahren in Deutschland so unbeliebt ist, meinte sie, dass man in Deutschland übervorsichtig sei. Einen genaueren Grund konnnte also auch sie mir nicht nennen.

Es ist aber so, dass das PCR-Verfahren in den letzten Jahren zunehmend verbessert wurde und nun viel sensibler ist als früher, daher befindet sich die Testsicherheit heute bei über 99,9% (die Testsicherheit war damit nicht immer so hoch). PCR-Tests sind übrigens standardisiert, hier gibt es keine Unterschiede zwischen österreichischen und deutschen Labors, denn in beiden Länder werden nur die aktuellsten und sensibelsten Testverfahren eingesetzt.

Nein, es sei denn eine Zahnbürste oder ein Rasierer sind sichtbar blutverschmiert. HIV kann nämlich nur über erkennbare Blutmengen, nicht aber über mikroskopisch kleine, übertragen werden, und blutverschmierte Körperpflegeutensilien würden dem Benutzer auffallen. Zudem ist HIV ab einer Minute außerhalb des Körpers nicht mehr ansteckend.
Ein Risiko besteht allerdings bezüglich Hepatitis B und C, welche zig Mal infektiöser als HIV sind und daher auch über nicht erkennbare Blutmengen übertragbar sind.

 

Das Reiben des Penis an der Scheide fällt noch unter Safer Sex. Im Scheidensekret ist die Virenkonzentration von HIV nur dünn, weswegen Mengen an Scheidensekret, die beim Reiben des Penis an der Scheide auf die Eichel gelangen, für eine HIV-Infektion nicht ausreichen.
Auch für Frauen besteht kein Risiko, weil praktisch keine relevante Menge an Lusttropfen in die Scheide gelangen kann.
Zwei Männer müssen darauf achtgeben, dass kein fremdes Sperma auf der Eichel verrieben wird. Ansteckungen über den Lusttropfen beim Aneinanderreiben der Penisse sind uns hingegen nicht bekannt. Auch hier reicht die Menge an Lusttropfen, die zufällig auf die Eichel gelangen kann, praktisch nicht aus.
 

Das hängt beim ungeschützten Analverkehr ganz davon ab, wie viel Darmsekret oder Blut während des Eindringens auf die Eichel gelangt ist. Beim ungeschützten Analverkehr hängt es also davon ab, ob nach dem Herausziehen des Penis sichtbare Blutmengen oder Rückstände an Darmsekret (das ist eine weißlich bis gelbliche zähe Flüssigkeit, die sich auf der Darmschleimhaut befindet, und die auch HIV übertragen kann) zu erkennen sind. Nicht erkennbare Blutmengen oder nicht sichtbare Reste an Darmsekret sind wiederum nicht ausreichend.