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Häufig gestellte Fragen - Hepatitis

Hepatitis ist die Bezeichnung für eine Leberentzündung (Hepa = Leber). Eine solche Entzündung kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann sowohl durch eine Überbeanspruchung (übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum) als auch durch Krankheitserreger (Hepatitis-Viren) verursacht werden.
Eine Virushepatitis beginnt zunächst mit einem Vorstadium, in dem die Krankheitsanzeichen uncharakteristisch wie bei einem grippalen Infekt sind: Fieber, Kopfschmerzen, Gelenks- und Gliederschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl. Später kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Widerwillen gegen bestimmte (vor allem fette) Speisen und Alkohol kommen. Bei einigen Virushepatitiden ist auch das Auftreten einer Gelbsucht typisch (Gelbfärbung von Augen und Haut). Die Ursache dafür liegt im Zerfall von Leberzellen, die Gallenfarbstoffe freisetzen. Dadurch wird auch der Harn dunkelbraun gefärbt. Da weniger Galle von der Leber in den Darm fließt, wird der Stuhl hingegen hell (oft lehmfarben).
Je nach Art der Hepatitis heilt sie wieder vollständig aus oder kann auch chronisch verlaufen. Eine chronische Hepatitis birgt, wenn sie über Jahrzehnte hinweg bestehen bleibt, die Gefahr der Entwicklung einer Leberzirrhose oder eines Leberkrebses.

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Die verschiedenen Hepatitis-Viren werden mit den Buchstaben A bis E und G bezeichnet. Am häufigsten treten Hepatitis A, B und C auf.

Hepatitis A ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Sie wird fäkal-oral übertragen. D.h. das Hepatitis A-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden (fäkal) und gelangt durch den Mund (oral) in den Körper. Infektionsträger sind also vor allem durch Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Häufig sind z.B. Schalentiere, die aus durch Abwässer verunreinigten Küstengebieten stammen, für eine Infektion verantwortlich. Hepatitis A kommt hauptsächlich in Ländern mit niedrigem Hygienestandard vor und wird bei uns deshalb oft als Reisehepatitis bezeichnet.
Gegen Hepatitis A gibt es eine wirksame Schutzimpfung.

Hepatitis B wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten wie Scheidenflüssigkeit, Sperma oder Speichel übertragen. Ein häufiger Übertragungsweg ist ungeschützter Geschlechtsverkehr, aber auch beim Küssen ist eine Übertragung möglich. Das Virus wird auch von infizierten Müttern bei der Geburt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Neugeborene übertragen. In den meisten Fällen (80 bis 90%) heilt die Hepatitis B wieder aus. Sie kann aber auch chronisch verlaufen.
Gegen Hepatitis B gibt es eine wirksame Schutzimpfung.

Hepatitis C wird durch Blutkontakt übertragen. Die wichtigste Rolle in der Infektionsübertragung spielt der Nadeltausch bei intravenösem Drogenkonsum. Ein Risiko besteht aber auch, wenn beim Tätowieren, Piercen oder Ohrringstechen unsterile Geräte verwendet werden. Die sexuelle Übertragung spielt nur eine untergeordnete Rolle (bei Praktiken bei denen es zu Blutkontakt kommen kann). Die Hepatitis C verläuft in den überwiegenden Fällen (ca. 80%) chronisch. Die Heilungsmöglichkeiten sind beim heutigen Stand der Medizin nur bedingt erfolgreich.
Gegen Hepatitis C gibt es keine Schutzimpfung.

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Öl- oder fetthaltige Gleitmittel (Babyöl, Massageöl, Vaseline) greifen das Latex an und machen das Kondom brüchig. D.h. durch das falsche Gleitmittel kann das Kondom bei der Verwendug (wenn das Latex also stark beansprucht wird) leichter reißen oder undicht werden. Deshalb sollte zusammen mit einem Kondom immer wasserlösliches Gleitmittel verwendet werden.

D.h. aber nicht, dass das Kondom bei Verwendung des falschen Gleitmittels automatisch für Krankheitserreger immer durchlässig wird. Es wird lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es bei Beanspruchung porös wird oder kaputt geht. Wenn das Kondom nach der Verwendung trotz des falschen Gleitmittels immer noch intakt und völlig dicht ist, dann hat es seine Schutzfunktion trotzdem erfüllt: Glück gehabt! Allerdings kann man die Dichte des Kondoms nur prüfen, indem man dieses nach der Verwendung mit Wasser befüllt und dabei sieht, ob Flüssigkeit austritt oder nicht. Die Verletzungen der Latexstruktur können nämlich so minimal sein, dass sie mit freiem Auge nicht erkennbar sind.

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Es kann 8-16 Wochen dauern, bis Hepatitis B (HBV) mittels HBsAG-Bestimmung (der Nachweis des Antigens) nachweisbar ist. D. h. 4 Monate nach einem befürchteten Risiko bietet dieser Test maximale Sicherheit.
Mittels eines PCR-Tests (dabei handelt es sich um den direkten Virusnachweis) kann man das diagnostische Fenster um einige Wochen verkürzen, doch wird dieser Test nur selten durchgeführt, weil dieses Verfahren sehr teuer ist.

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Das diagnostische Fenster, d. h. Der Zeitraum von der Infektion mit Hepatitis C (HCV) bis zum sicheren Nachweis, kann beim HCV-Antikörpertest 7-31 Wochen, also ca 2-7 Monate betragen.
Mittels eines PCR-Tests (dabei handelt es sich um den direkten Virusnachweis) kann man das diagnostische Fenster um einige Wochen verkürzen, doch wird dieser Test nur selten durchgeführt, weil dieses Verfahren sehr teuer ist.

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Hepatitis A ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Sie wird hauptsächlich fäkal-oral übertragen. D.h. das Hepatitis A-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden (fäkal) und gelangt durch den Mund (oral) in den Körper. Infektionsträger ist also vor allem durch Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Häufig sind z.B. Schalentiere, die aus durch Abwässer verunreinigten Küstengebieten stammen, für eine Infektion verantwortlich. Hepatitis A kommt hauptsächlich in Ländern mit niedrigem Hygienestandard vor und wird bei uns deshalb umgangssprachlich oft als "Reisehepatitis" bezeichnet. Beim Sex hingegen findet eine Übertragung nur selten statt. Da jedoch eine Infektion bei manchen Sexualpraktiken (z. B. Lecken des Afters und damit verbundene etwaige orale Aufnahme von Fäkalresten) möglich wäre, soll sie an dieser Stelle der Vollständigkeit wegen nicht unerwähnt bleiben. Eine Ansteckung über Blut, Speichel, Urin oder Sperma findet nur in sehr seltenen Fällen statt.

Wie bei allen Hepatitis-Infektion handelt es sich auch bei der Hepatitis A um eine Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird und überall auf der Welt verbreitet ist. Etwa eine Woche bis vier Wochen nach der Ansteckung treten Symptome wie Fieber, Übelkeit mit Erbrechen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit auf. Etwa die Hälfte der Betroffenen entwickelt zudem eine Gelbsucht (hier färbt sich die Haut, vor allem aber die Bindehaut der Augen gelb, auch der Stuhl ist gelb während der Urin schwarz wird). Die Intensität der Symptome kann dabei unterschiedlich intensiv ausfallen und ist stark vom Alter des Betroffenen abhängig: Bei Kindern z. B. verläuft die Infektion zumeist vollkommen unbemerkt, bei älteren Menschen kann das Ausheilen unter Umständen Wochen wenn nicht gar Monate andauern. In der Regel heilt Hepatitis A vollständig von selbst aus.

Der beste Schutz gegen Hepatitis A ist die Impfung, die wirksam und gut verträglich ist. Üblich ist eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Diese besteht aus einer Teilimpfung (im Abstand von mehreren Wochen bzw. Monaten wird insgesamt drei Mal der Impfstoff injiziert), wobei der Impfschutz in der Regel 10 Jahre lang anhält. Beim Auffrischen des Impfschutzes muss nur mehr einmal alle 10 Jahre geimpft werden. Vor einer Reise sollte die erste Teilimpfung mindestens zwei Wochen vor Reiseantritt gemacht werden, damit ein gewisser Impfschutz besteht. Die Kosten für die Impfung werden nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern müssen selbst bezahlt werden, es sei denn, man ist in einem gefährdeten Beruf tätig (z. B. Mediziner, Krankenpflegepersonal). Hier übernimmt meist der Arbeitgeber die Kosten der Impfung.

Falls Sie Fragen zu HIV und sexuell übertragbaren Infektionen haben, können Sie uns gerne telefonisch, im Leo-Lust-Forum oder per Mail kontaktieren.
Telefonnummer: +43 (0)662 881488
Email: office@aidshilfen.at
Öffnungszeiten:
• Telefonische Beratung und allgemeine Auskünfte: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr; Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Persönliche Beratung: Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Testung auf HIV, Syphilis, Hepatitis und Hepatitis-Impfung: Mo, Do von 17 bis 19 Uhr
• Psychosoziale Beratung und Betreuung für Betroffene: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr

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Hepatitis B ist eine ansteckende Leberinfektion, die durch Viren übertragen wird und weit verbreitet ist (in Deutschland infizieren sich jährlich in etwa 50.000 Menschen damit, in Österreich 5.000). Die meisten Menschen haben sich beim ungeschützten Sex mit dieser Viruserkrankung angesteckt, da die Viren in fast allen Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Vaginalsekret, Lusttropfen, Urin, Speichel, Schweiß, Galle, Muttermilch) in hoher Konzentration enthalten sind. Ein bis sechs Monate nach der Infektion können Symptome auftreten, die denen einer Grippe ähneln (z. B. Fieber, Gliederschmerzen, Müdigkeit; im Gegensatz zur Hepatitis A kommt es hier allerdings nur selten zu einer Gelbsucht). Bei 90 Prozent aller Betroffenen heilt die Infektion nach drei bis fünf Monaten von selbst aus, bei 10 Prozent der Erkrankten wird die Leberentzündung allerdings chronisch und die Leber wird im Laufe der Jahre zerstört (auf diese Weise kann sich z. B. eine Leberzirrhose oder ein Leberkrebs entwickeln). Viele Betroffene wissen von ihrer chronisch gewordenen Hepatitis B selbst nicht Bescheid, da sich zunächst meist keine Beschwerden einstellen.

Die Viren von Hepatitis B sind sehr umweltresistent und können außerhalb des Körpers viele Stunden lang aktiv und damit ansteckend bleiben. Die meisten Menschen infizieren sich beim ungeschützten Sex mit dem Virus. Besonders hoch ist hierbei das Risiko beim ungeschützten Vaginal- und Analverkehr, aber auch beim Oralverkehr kann es zu einer Übertragung kommen, wenn Lusttropfen und Sperma beim aktiven Oralverkehr in den Mund oder Speichel beim passiven Oralverkehr auf die Schleimhaut gelangen. In seltenen Fällen ist es auch beim Küssen zu Ansteckungen gekommen. Eine Schwangere kann das Virus auf das ungeborene Kind übertragen. Früher haben sich darüber hinaus sehr viele Menschen über Bluttransfusionen und Blutprodukte mit Hepatitis B infiziert. Da mittlerweile die Testverfahren, denen sich ein Spender vor der Blutabnahme unterziehen muss, sehr sensibel und zuverlässig sind, können heute die meisten Ansteckungen über Blutspenden verhindert werden. Im Gesundheitsbereich (Krankenhäuser, Arztpraxen, Labors) existieren strenge Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, damit es zu keiner Übertragung des Virus kommen kann. Ein Risiko besteht auch, wenn man sich in einem Tattoo- oder Piercingstudio tätowieren bzw. piercen lässt, und dabei nicht sauber und hygienisch gearbeitet wird. Hier kann es zu einer Infektion über mit Blut verunreinigte Instrumente kommen. Auch viele Junkies stecken sich über das Needle-Sharing, das ist das gemeinsame Verwenden von Drogenspritzen, mit dem Virus an.

Wer beim Sex Kondome verwendet, verringert zwar das Risiko einer Infektion, allerdings lässt sich selbst dann eine Übertragung der Viruserkrankung nie völlig ausschließen. Den besten Schutz gegen Hepatitis B liefert daher eine Impfung. Diese ist ab dem Säuglingsalter möglich. Üblich ist eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Diese besteht aus einer Teilimpfung (im Abstand von mehreren Wochen bzw. Monaten wird insgesamt drei Mal der Impfstoff injiziert), wobei der Impfschutz in der Regel zehn Jahre lang anhält. Beim Auffrischen des Impfschutzes muss nur mehr einmal alle 10 Jahre geimpft werden. Vor einer Reise sollte die erste Teilimpfung mindestens zwei Wochen vor Reiseantritt gemacht werden, damit ein gewisser Impfschutz besteht. Die Kosten für die Impfung werden nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern müssen selbst bezahlt werden, es sei denn, man ist in einem gefährdeten Beruf tätig (z. B. Mediziner, Krankenpflegepersonal). Hier übernimmt meist der Arbeitgeber die Kosten der Impfung.

Ist eine Hepatitis B bereits chronisch geworden, so kann versucht werden, die Erkrankung mit Medikamenten (z. B. Interferonen) zu behandeln. Die Nebenwirkungen der Therapie können hierbei jedoch sehr heftig ausfallen: Fieber, Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder gar psychische Erkrankungen, wie z.B. Depressionen, können die Folge sein. Zudem schlagen die Medikamente nicht bei jedem Betroffenen an. Wird bereits im Frühstadium behandelt, kann der Verlauf einer chronisch gewordenen Hepatitis B aber oftmals zumindest abgemildert und das Risiko von Spätfolgen gesenkt werden.

Falls Sie Fragen zu HIV und sexuell übertragbaren Infektionen haben, können Sie uns gerne telefonisch, im Leo-Lust-Forum oder per Mail kontaktieren.
Telefonnummer: +43 (0)662 881488
Email: office@aidshilfen.at
Öffnungszeiten:
• Telefonische Beratung und allgemeine Auskünfte: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr; Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Persönliche Beratung: Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Testung auf HIV, Syphilis, Hepatitis und Hepatitis-Impfung: Mo, Do von 17 bis 19 Uhr
• Psychosoziale Beratung und Betreuung für Betroffene: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr

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Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die auf der ganzen Welt verbreitet ist. Schätzungen zufolge leben in Österreich 100 000 bis 150 0000 Betroffene, die unter einer chronischen Hepatitis C leiden, in Deutschland sind es in etwa eine halbe Million Erkrankte. Nach einer Ansteckung bleibt die akute Hepatitis C meist unbemerkt, da deren Symptome, welche zwei Wochen bis sechs Monate nach der Infektion auftreten, denen einer leichten Grippe ähneln. Viele Betroffene wissen deshalb oft über Jahre lang selbst nichts von ihrer Erkrankung.

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Hepatitis C ist etwa zehnmal infektiöser als HIV, weshalb es in sehr seltenen Fällen (genaue Zahlenangaben liegen nicht vor) schon über kleine, blutende Wunden, in die fremdes infektiöses Blut gelangt ist, zu Ansteckungen gekommen ist. Wie gesagt: Dies passiert nur sehr selten. 

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