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Dürfen HIV-positive Patienten bei ärztlichen Behandlungen gereiht werden?

Nein, dafür gibt es keine rechtliche Grundlage:
„Es besteht keine rechtliche Grundlage bezüglich der Reihung von Patienten. Niemand darf wegen einer Krankheit oder des Verdachts auf das Vorliegen einer Krankheit benachteiligt (diskriminiert) werden. Dies gilt für alle Krankheiten. So dürfen auch im Umgang mit HIV-Patienten keine Sondermaßnahmen gesetzt werden, die nicht medizinisch bzw. gesundheitspolitisch erforderlich sind.“
Zitiert nach einer schriftlichen Auskunft der Patientenanwaltschaft Niederösterreich

"Es existiert keine rechtliche Grundlage dafür, HIV-positive Patienten bei Behandlungen als Letzte einzuteilen. Sofern die routinemäßigen Schutzmaßnahmen eingehalten werden, besteht, selbst bei Operationen, weder ein Infektionsrisiko für die behandelnden Ärzte noch für andere Patienten. Zudem muss von Seiten der Ärzte davon ausgegangen werden, dass Patienten behandelt werden deren HIV Status nicht bekannt ist. Schließlich könnte ja auch der Patient selbst über seine Erkrankung (noch) nicht Bescheid wissen."
Zitiert nach einer schriftlichen Auskunft der Patientenvertretung Tirol

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