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Häufig gestellte Fragen

HIV/Aids (50)

Als Eintrittspforte bezeichnet man Körperstellen, durch welche HI-Viren in die Blutbahn gelangen können. Grundsätzlich gibt es zwei mögliche Eintrittspforten:
1. Schleimhäute (z.B. Analschleimhaut, Scheidenschleimhaut, Schleimhaut an der Penisspitze, Mundschleimhaut)
2. Große, tiefe offene Wunden (z.B. Fleischwunden, Cuts, stark blutende Verletzungen)

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Nein. Es gibt Schleimhäute, die leichter durchdrungen werden können (Anal- und Vaginalschleimhaut, die Schleimhaut auf der Penisspitze) und solche, in welche eine infektiöse Körperflüssigkeit (z. B. Sperma, Regelblut, Vaginalsekret) weniger leicht eindringen kann (Mundschleimhaut). Selbst tiefe, schwere Verletzungen und Wunden sind schlechte Eintrittspforten, da offene Wunden auch bluten und das Austreten des Blutes ein Eindringen von Fremdkörpern (z.B. Krankheitserregern) erschwert.

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Als "offen" bezeichnen wir eine Wunde dann, wenn ein direkter Zugang zu einem Blutgefäß besteht. D.h. eine offene Wunde blutet auch akut. Sobald sich die Wunde durch Blutgerinnung so weit geschlossen hat, dass sie nicht mehr blutet, ist sie keine offene Wunde mehr und somit nicht mehr als Eintrittspforte für HIV geeignet.

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Nein. Es gibt praktisch keine Möglichkeit, dass durch so kleine Wunden genug infektiöse Flüssigkeit in die Blutbahn gelangt, dass es zu einer HIV-Infektion kommen könnte.

HIV kann somit im Alltag oder per Zufall gar nicht übertragen werden. D.h. eine Ansteckung wäre nur dann möglich, wenn fremdes infektiöses Blut in große, tiefe, schwere Verletzungen gelangt (z.B. Fleischwunden, stark blutende Wunden, tiefe Schnitte oder Cuts). Alle alltäglichen Wunden sind praktisch keine Eintrittspforten für das HI-Virus.

Wir wissen, dass in der medizinischen Theorie gerne behauptet wird, dass HIV über kleinste Verletzungen übertragen werden könne, doch ist in der Praxis (dies haben uns mehrere Virologen der Virologie in Wien bestätigt) kein einziger Fall dokumentiert, der sich je über solche Verletzungen mit HIV infiziert hätte. Und die Übertragungspraxis ist ja bekanntlich viel aussagekräftiger als jede konstruierte Theorie.

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Das heißt, dass es nur sehr wenige Wege gibt, wie es zu einer HIV-Infektion kommen kann. Das liegt unter anderem daran, dass eine ziemlich hohe Anzahl von Viren in die eigene Blutbahn gelangen muss, damit sich eine Infektion bilden kann. Eine gewisse Anzahl kann vom Immunsystem eliminiert werden, bevor es zu einer Infektion kommt. 

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Es gibt nur wenige Körperflüssigkeiten, in denen die Viruskonzentration für eine Übertragung hoch genug ist:
1. Blut, 2. Sperma, 3. Lusttropfen, 4. Scheidenflüssigkeit, 5. Darmsekret, 6. Wundflüssigkeit, 7. Muttermilch, 8. Liquor (Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit)

In Blut, Darmsekret und Sperma ist die Viruskonzentration am höchsten. In den anderen genannten Flüssigkeiten ist die Viruskonzentration prinzipiell für eine Übertragung hoch genug, jedoch schon so gering, dass nicht über jede Eintrittspforte eine Übertragung möglich ist. Andere Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Urin, Tränen, Nasenschleim enthalten zwar auch HI-Viren, aber in so geringer Menge, dass eine Ansteckung sicher ausgeschlossen werden kann.

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HI-Viren reagieren sehr empfindlich auf Umweltbedingungen und werden insbesondere durch den Kontakt zu Sauerstoff schnell inaktiviert (von "absterben" kann man streng genommen nicht sprechen, da Viren keinen eigenen Stoffwechsel haben und deshalb nicht als "lebend" bezeichnet werden können).

Wie lange Körperflüssigkeiten außerhalb des Körpers infektiös bleiben ist allerdings nicht genau geklärt. Manche Virologen sprechen von einer Minute, manche von einer Stunde oder mehreren Stunden. Es empfiehlt sich daher auf alle Fälle den Schleimhautkontakt zu Blut, Sperma etc. zu vermeiden.

Wenn der Luftkontakt eingeschränkt ist (z.B. in einer Spritze), können HI-Viren auch länger aktiv bleiben, unter Luftabschluss im günstigsten Fall sogar mehrere Tage.

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Irgendwelche Symptome, die sich nach einem Risikokontakt einstellen, sind zur Diagnose einer HIV-Infektion nicht hilfreich, da in der akuten Phase, also kurz nach der HIV-Infektion, manchmal gar keine auftreten, oder diese HIV-typischen Symptome so allgemeiner Natur sind, dass immer auch sehr viele andere Ursachen in Frage kommen, die viel wahrscheinlicher und plausibler sind als eine HIV-Infektion. Fieber, Hautausschlag, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Durchfall usw. sagen daher über den HIV-Status nichts aus. Ein Rückschluss von diesen gesundheitlichen Beschwerden auf HIV wäre völlig vage und deshalb ein falscher Umkehrschluss. Wenn also tatsächlich das Risiko einer Übertragung gegeben war, dann ist der HIV-Test die einzig zuverlässige Methode, um festzustellen, ob eine Infektion statt gefunden hat oder nicht.

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Im Mai 2011 wurde eine Studie veröffentlicht, welche belegt, dass die Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV beim Sex ohne Kondom um mindestens 96 Prozent reduziert wird, wenn sich ein HIV-positiver Mensch einer stabil wirksamen und kontrollierten HIV-Therapie unterzieht. Die Therapie schützt dann in etwa genauso wirksam wie Kondome.


Das heißt:
1. Menschen mit HIV sind sexuell nicht mehr ansteckend, wenn ihre Viruslast seit mindestens sechs Monaten stabil unter 50 Viruskopien/ml liegt. Das gilt auch für Männer, die Sex mit Männern haben.

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Der Standard-HIV-Test ist ein Antikörpertest (ELISA/3. Generation) (bzw. ein kombinierter Antikörper-Antigen-Test, ELISA/4.Generation). D.h. der Test sucht nach Antikörpern, die das Immunsystem als Reaktion auf das Eindringen der Viren bildet. Es dauert im Durchschnitt sechs Wochen, bis genug Antikörper vorhanden sind, damit der Test sie nachweisen kann. Diese Zeit nennt man diagnostisches Fenster. Manchmal kann es auch bis zu zwölf Wochen dauern. Wirklich sicher ist der Antikörpertest (ELISA) also erst nach zwölf Wochen. Nach acht Wochen liegt die Testsicherheit eines Antikörpertests der 3. Generation bei etwa 90%, nach sechs Wochen bei etwa 80% und vier Wochen nach der Infektion erst bei rund 60%.

Beim kombinierten Antikörper-Antigen-Test (4. Generation) wird zusätzlich noch auf das p24-Antigen getestet, bei dem es sich um ein Protein von HIV-1 handelt. Das p24-Antigen bildet sich in der Regel bereits zwei Wochen nach einer Infektion und bleibt für vier Wochen im Blut nachweisbar. Die Nachweisbarkeit des Antigens überschneidet sich zeitlich meist mit der Nachweisbarkeit der Antikörper, weshalb der Kombinationstest normalerweise entweder auf das Antigen oder die Antikörper oder beides anspricht. In seltenen Fällen kann es aber vorkommen, dass das Antigen nicht mehr nachweisbar ist, sich aber noch keine Antikörper in nachweisbarer Menge gebildet haben, weshalb der Kombinationstest dann falsch-negativ ausfallen kann. Somit erreicht auch der ELISA-Test der 4. Generation seine maximale Testsicherheit erst zwölf Wochen nach einem Risiko.

Insgesamt kann der Duo-Test der 4. Generation jedoch ab sechs Wochen nach dem letzten Risiko bei mehr als 99 Prozent aller Menschen die HIV-Infektion (mit HIV-1) erkennen. Für die maximale Testsicherheit sollte er aber nach zwölf Wochen noch einmal wiederholt werden. 

Immer häufiger wird mittlerweile auch der sogenannte PCR-Test zur Diagnose einer HIV-Infektion verwendet. Dies ist kein Antikörpertest, sondern ein direkter Virusnachweis, wodurch das diagnostische Fenster wesentlich verkürzt wird. Der PCR-Test sollte nicht früher als zwei Wochen nach einer etwaigen Infektion vorgenommen werden, da u. U. erst nach zwei Wochen die Viruslast (Menge der Viren im Blut) hoch genug ist, um nachweisbar zu sein. Zu beachten ist, dass beim PCR-Test nicht gleichzeitig auf HIV-1 und HIV-2 getestet werden kann (wie beim Antikörpertest), sondern für jeden der beiden Virenstämme ein eigener Test gemacht werden muss.

Die PCR-Bestimmung ist ab zwei Wochen nach einem Risiko sehr sicher. Wir müssen allerdings darauf hinweisen, dass ein PCR-Ergebnis um ca 1% unsicherer ist als ein Standard-Antikörpertest, weshalb die offizielle Richtlinie besagt, man solle im Idealfall 12 Wochen nach einem Sexualkontakt einen Antikörpertest zur absoluten Absicherung machen lassen.

Anmerkung: Diese FAQ bezieht sich auf den veralteten Test der 3. Generation. Zum Test der 4. Generation, der heute fast überall eingesetzt wird, gelten andere Testsicherheiten. Siehe hier: http://www.aidshilfe-salzburg.at/faq/wie-sicher-ist-duo-test-p24-antigen...

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Nein. HIV gehört zu den schwer übertragbaren Viren. Das liegt unter anderem daran, dass eine recht hohe Anzahl von Viren in die Blutbahn gelangen muss, damit es zu einer Infektion kommen kann. Damit das möglich ist, muss die infektiöse Flüssigkeit eine hohe Viruskonzentration aufweisen (darum gibt es ja auch nur so wenige Körperflüssigkeiten, die infektiös sind). Wenn also eine solche Flüssigkeit verdünnt wird (z.B. Blut durch Speichel) sinkt die Viruskonzentration und es ist keine Infektion mehr möglich. Anders gesagt: Damit beim Küssen durch Blut ein Infektionsrisiko entstehen könnte, müsste das eine bermerkbare Menge an Blut sein (da ja durch Speichel verdünnt). Das würde man normalerweise schmecken. 

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Wenn man eine Frau oral befriedigt, kann man sich normalerweise nicht mit HIV infizieren. Die Viruskonzentration in der Scheidenflüssigkeit ist im Vergleich zu Sperma oder Blut eher gering. Gleichzeitig ist die Mundschleimhaut eine schlechte Eintrittspforte für HIV, sodass Scheidenflüssigkeit alleine nicht für eine Ansteckung mit HIV ausreicht.

Ein Risiko besteht aber dann, wenn (Menstruations-)Blut in der Scheidenflüssigkeit enthalten ist. Da die Viruskonzentration im Blut besonders hoch ist, kann auch die Beimischung von Blut unter Umständen schon ein gewisses Infektionsrisiko beim Oralverkehr bedeuten. Blut kann auch einige Tage vor und nach der Menstruation in der Scheidenflüssigkeit enthalten sein. Es gilt allerdings die Faustrregel, dass dann kein praktisches Risiko einer Infektion besteht, wenn die Blutmengen so klein sind, dass man sie nicht bemerkt bzw. schmeckt. Nicht schmeckbare Blutmengen würden nämlich durch den Speichel zu sehr verdünnt werden. 

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Nein. Wenn man oral befriedigt wird, kommt man nur mit dem Speichel der anderen Person in Kontakt und HIV kann über Speichel nicht übertragen werden. Und selbst wenn der aktive Partner in seiner Mundhöhle leicht bluten würde (etwa Zahnfleischbluten), würde sein Blut durch den Speichel viel zu sehr verdünnt werden, sodass eine Übertragung auf den passiven Partner nicht möglich wäre. 

Somit lässt sich sagen, dass kein Risiko bezüglich HIV besteht, wenn man nach dem passiven Oralverkehr keine sichtbaren Blutspuren auf seinem Penis bzw. (bei Frauen) im Genitalbereich erkennen kann (mikroskopisch kleine Blutmengen reichen nämlich für eine HIV-Infektion noch nicht aus).

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Öl- oder fetthaltige Gleitmittel (Babyöl, Massageöl, Vaseline) greifen das Latex an und machen das Kondom brüchig. D.h. durch das falsche Gleitmittel kann das Kondom bei der Verwendug (wenn das Latex also stark beansprucht wird) leichter platzen, reißen oder undicht werden. Deshalb sollte zusammen mit einem Kondom immer wasserlösliches Gleitmittel verwendet werden.

D.h. aber nicht, dass das Kondom bei Verwendung des falschen Gleitmittels automatisch für Krankheitserreger immer durchlässig wird. Es wird lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es bei Beanspruchung porös wird oder kaputt geht. Wenn das Kondom nach der Verwendung trotz des falschen Gleitmittels immer noch intakt ist, dann hat es seine Schutzfunktion trotzdem erfüllt: Glück gehabt!

Übrigens: Über Löcher im Kondom, die nicht deutlich erkennbar sind, kann nicht die für eine HIV-Infektion relevante Menge an infektiösen Körperflüssigkeiten (Sperma, Scheidensekret, Lusttropfen, Regelblut) in das Kondom eintreten bzw. aus dem Kondom austreten. Andere sexuell übertragbare Krankheiten können allerdings bereits aufgrund mikroskopisch kleiner Schädigungen im Latex des Kondoms übertragen werden (z.B. Tripper, Chlamydien, Syphilis, HPV-Feigwarzen, Herpes).

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Nein. Im Lusttropfen ist die Viruskonzentration im Vergleich zu Blut oder Sperma nur gering. Gleichzeitig ist die Mundschleimhaut eine eher schlechte Eintrittspforte für HIV, sodass der Lusttropfen allein für eine Ansteckung mit HIV beim Oralverkehr nicht ausreicht. Ein Risiko besteht nur, wenn der Samenerguss im Mund erfolgt.

Dasselbe gilt übrigens auch für Spermareste, die sich noch in der Harnröhre befinden können. Hier reichen die geringen Mengen nicht aus und werden somit durch den Speichel viel zusehr verdünnt, sodass in diesem Gemisch aus Lusttropfen, etwaigen Spermaresten sowie Speichel die Virenkonzentration viel zu dünn für eine Übertragung von HIV ist.

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Ja. Wenn der Samenerguss im Mund erfolgt, dann kann HIV übertragen werden. Gelangt kein Sperma in den Mund, besteht jedoch kein Infektionsrisiko.

Im Lusttropfen ist die Viruskonzentration im Vergleich zu Blut oder Sperma nur gering. Gleichzeitig ist die Mundschleimhaut eine eher schlechte Eintrittspforte für HIV, sodass der Lusttropfen allein für eine Ansteckung mit HIV beim Oralverkehr nicht ausreicht.

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Von einem Heimtest, d. h. einem HIV-Test, den man selbst zu Hause machen kann, raten wir grundsätzlich ab. Er ist in Österreich und Deutschland nicht offiziell zugelassen und das mit gutem Grund. Erstens weiß man nie, ob es sich dabei um einen sicheren und zuverlässigen Test handelt, und zweitens liefern Heimtests häufiger falsch-positive und falsch-negative Testergebnisse als HIV-Tests, die von Ärzten oder Labors eingesetzt werden. Für den Betroffenen ist das natürlich ein großer Schock: Er denkt, er sei HIV-positiv, obwohl er tatsächlich negativ ist. Im Gegensatz zu Heimtests wird nämlich bei HIV-Tests, die man bei Ärzten, in Labors oder in AIDS-Hilfen machen lässt, bei positivem Testergebnis stets ein zweiter Bestätigungstest durchgeführt, um falsch-positive Testergebnisse auszuschließen.

Zudem muss für den Heimtest die richtige Menge an Kapillarblut aus der Fingerkuppe entnommen werden. Dies ist schwierig und bedarf an viel Übung, die man in der Selbstabnahme nicht gewinnen kann. Es ist somit nicht möglich, dass medizinischen Laien die Kapillarblutabnahme zuhause zuverlässig gelingt. Falsch-negative Testergebnisse sind die Folge.

Im Internet werden viele Heimtests verkauft. Doch häufig handelt es sich dabei um Produkte, deren Qualität nicht unabhängig geprüft ist (auch wenn dies oft behauptet wird) und die kompliziert anzuwenden sind. In der Regel sind diese Tests nur für erfahrene medizinische Kräfte zugelassen. Wenden Laien diese Tests an, so können HIV-Infektionen durch Anwendungsfehler unentdeckt bleiben.

In anderen Ländern können Heimtests auch in Apotheken oder online gekauft werden. In Österreich sind diese Tests wegen möglicher Anwendungsfehler durch Laien nicht zugelassen. Wer sie dennoch erwirbt, macht sich aber natürlich nicht strafbar.

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Mit einer PEP (Post Expositions Prophylaxe) kann man unter Umständen kurz nach dem Eindringen von HIV in den Körper eine Ausbreitung und Infektion vermeiden. Dabei handelt es sich um eine Hoch aktive antiretrovirale Therapie (HAART). Allerdings wird die PEP in der Regel nur bei dringendem Verdacht durchgeführt (z.B. nach ungeschütztem Sex mit einem nachweislich HIV-positiven Menschen; Ausnahme: homosexuelle Kontakte, hier wird auch ohne Verdacht verschrieben), da die Nebenwirkungen sehr stark ausfallen und die Infektion trotz PEP nicht immer verhindert werden kann.

Nach einem ungeschützten Sexualkontakt mit einem HIV-positiven Menschen sollte man sofort einen Arzt, im Idealfall aber eine HIV-Spezialambulanz aufsuchen.  Wenn es möglich ist, sollte der HIV-positive Partner den Betroffenen begleiten, da der behandelnde Arzt auf diese Weise Informationen über die Höhe der Viruslast, die Vorbehandlung und etwaige Resistenzen erhalten kann. Der HIV-Positive muss seinen Namen dabei nicht nennen und bleibt anonym. Wer ein tatsächliches Risiko hatte, muss jedenfalls sehr schnell handeln. Der Beginn der PEP sollte möglichst innerhalb von zwei Stunden nach dem Risiko erfolgen. Innerhalb von 24 Stunden wird der Behandlungsbeginn von Medizinern noch als sinnvoll erachtet. Wenn die PEP erst nach 48 Stunden nach Risiko erfolgt, ist die Wirksamkeit der Therapie fraglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Notfalladressen zu kennen. In Salzburg bzw. Tirol sind das folgende Ambulanzen: Landeskrankenanstalten Salzburg 3. Medizin, Kontaktperson: Herr OA. Dr. Alexander Egle, Frau Dr. Ninon Taylor (Tel. 057255 58 2 75), Frau Dr. Scocic (Tel. 057255 57 2 91) , Müllner Hauptstraße 49, 5020 Salzburg; Infekt. Ambulanz Tel.: 057255 25 8 95 Universitätsklinik Innsbruck, Hautabteilung, Station V, Kontaktperson: Herr OA. Dr. Mario Sarcletti, Tel.: 0512/504-24847, Anichstraße 35, 6020 Innsbruck  
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Nein. Eine Ansteckung mit HIV ist beim Petting nicht möglich, weshalb diese Sexualpraktik als Safer-Sex gilt. Ein Risiko besteht nur dann, wenn man mit fremdem Sperma onaniert oder wenn ein Finger mit Sperma in die Scheide eingeführt wird (hier kann es neben einer HIV-Infektion auch zu einer Schwangerschaft kommen). Auch Spermamengen, Blut, Darmsekret oder Lusttropfen, die zufällig während intensiven Körperkontakts auf den Penis oder in die Scheide gelangen, stellen ein Risiko dar. 

Reste von Scheidensekret, die indirekt (z.B. von der Scheide auf die Hand auf den Penis) übertragen werden, reichen für eine Ansteckung mit HIV nicht aus. Im Scheidensekret ist die Viruskonzentration nämlich relativ dünn, weshalb ein Tropfen davon für eine Übertragung nicht ausreicht. Der Penis müsste vor Scheidensekret schon sichtbar feucht werden, damit ein Risiko bestünde. Das ist aber bei einer indirekten Übertragung von Scheidensekret nicht so leicht möglich.

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Beim Deep Throat ist für den aktiven Part ein geringes Risiko gegeben. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Oralverkehr kann hier nämlich die Penisspitze die empfindliche Rachenschleimhaut berühren und der Lusttropfen des passiven Parts kann dabei direkt und unverdünnt auf die Schleimhaut geraten. Das Risiko, das vom Lusttropfen ausgeht, ist zwar nur sehr gering, aber man kann eine Übertragung von HIV beim Deep Throat nicht gänzlich ausschließen (Es gibt natürlich auch Männer, die so gut wie gar keinen Lusttropfen absondern, in diesen Fall wäre kein Risiko gegeben). Im Idealfall nimmt man deshalb beim Deep Throat ein Kondom.

Der passive Part hat beim Deep Throat übrigens kein Risiko.

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Nein. Alltägliche Verletzungen, wunde, rissige Haut, Kratzer etc. keine Eintrittspforten für HIV, da sämtliche alltägliche Verletzungen viel zu klein sind. HIV zählt zu den nur wenig infektiösen Virusarten, und infektöse Körperflüssigkeiten können deshalb nicht über derartige Wunden und Verletzungen in einer für eine Infektion nötigen Menge in den Blutkreislauf gelangen.

Selbst wenn man sich mit einem Messer schneidet, müssten sich auf der Klinge deutlich erkennbare fremde Blutspuren befinden, damit ein Risiko bestünde. Mikroskopisch kleine Blutmengen hingegen reichen für eine Infektion nicht aus.

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Nein! Dazu ist HIV im Gegensatz zu anderen Krankheiten schlicht zu wenig infektiös. Nicht zu bemerkende oder zu schmeckende Blutreste (oder andere infektiöse Körperflüssigkeiten) auf Lebensmitteln werden durch Nahrung bzw. Getränke und Speichel nämlich zu sehr verdünnt. Im Gemisch aus Nahrungsbrei bzw. Getränken, Speichel und Körperflüssigkeiten wird die Virenkonzentration von HIV viel zu dünn, weswegen es zu keiner Übertragung kommen kann. HIV kann nur übertragen werden, wenn die Virenkonzentration sehr hoch ist, was aber nicht der Fall ist, wenn nicht erkennbare Blutmengen durch Speichel verdünnt werden.

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Ansteckungen über Spritzen sind dann möglich sind, wenn die Injektion intravenös, d.h. direkt in eine Vene erfolgt (das ist z.B. bei Junkies der Fall, die sich beim gemeinsamen Benützen von Drogenspritzen mit HIV oder noch öfters mit Hepatitis C infizieren; hier gelangen Blutreste vom Vorgänger, die sich in der Kanüle sammeln, direkt in die Vene). Subkutan (d.h. wenn ein Nadelstich unter die Haut, nicht aber in eine Vene verabreicht wird)  ist eine Infektion mit HIV eher schwer möglich (wenn auch nicht ausgeschlossen), da die Verletzung sehr klein ist, nicht tief geht und somit nur wenig infektiöses Blut in die Blutbahn geraten kann.

Auch ist eine Nadelstichverletzung ziemlich schmerzhaft und kann deshalb im Alltag nicht unbemerkt bleiben. Des Weiteren ist kein einziger Fall dokumentiert, bei welchem eine Übertragung von HIV auf diese Weise stattgefunden hat, und solche Vorfälle wären nun doch ein wahrliches Fressen für unsere sensationsgierige Mediengesellschaft und könnten nicht vertuscht werden, sondern würden ganz im Gegenteil wochenlang für Furore sorgen.

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Weltweit sind nur wenige Fälle dokumentiert, die sich über das Auge mit HIV infiziert haben. Wenn ein Tropfen Blut ins Auge gerät, ist das Risiko also nur sehr gering, weil das Auge sich aufgrund der Tränenflüssigkeit innerhalb weniger Sekunden selbst reinigt und das Lid das Blut wegwischt.

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Nein! Die Einstichstellen, die Insekten verursachen, sind viel zu kleine Wunden, d.h. hier könnte nicht die für eine HIV-Infektion nötige Menge an fremdem Blut in die Blutbahn geraten. Insekten sind keine „Zwischenwirte“ von HIV (wie z.B. bei Malaria).

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Das hängt beim ungeschützten Genitalverkehr ganz davon ab, wie viel Scheidensekret während des Eindringens auf die Eichel gelangt ist. Im Scheidensekret ist die Virenkonzentration von HIV relativ dünn, weshalb ein Tropfen davon für eine Übertragung nicht ausreicht. Die Eichel müsste nach dem Herausziehen schon feucht vor Sekret sein, damit ein Risiko bestünde. Es hängt also nicht so sehr von der Dauer, als vielmehr von der Menge der infektiösen Flüssigkeit ab, ob ein Risiko bestand oder nicht. (Regel-)Blut ist viel infektiöser als HIV, wobei auch hier nur deutlich erkennbare Blutmengen auf der Eichel zu einer Infektion führen können. Mikroskopisch kleine Mengen reichen für eine Infektion noch nicht aus.

Beim ungeschützten Analverkehr hängt es davon ab, ob nach dem Herausziehen des Penis sichtbare Blutmengen oder Rückstände an Darmsekret (das ist eine weißlich bis gelbliche zähe Flüssigkeit, die sich auf der Darmschleimhaut befindet, und die auch HIV übertragen kann) zu erkennen sind. Nicht erkennbare Blutmengen oder nicht sichtbare Reste an Darmsekret sind wiederum nicht ausreichend.

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Nein. Solch geringe Mengen an Sperma, die sich in der Harnröhre des passiven Partners befinden, reichen für eine Ansteckung mit HIV nicht aus, da sie viel zusehr durch den Speichel verdünnt werden. Hier gilt dasselbe wie beim Lusttropfen.

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Ein sehr geringes Risiko ist hier schon gegeben, da auch der Lusttropfen des Mannes manchmal zu einer HIV-Infektion führen kann, wenn er auf die vaginale oder anale Schleimhaut gelangt. Allerdings ist das Risiko, das vom Lusttropfen ausgeht, viel geringer als das von Sperma, weil die Menge des Lusttropfens sehr klein ist und sich weniger HI-Viren im Lusttropfen befinden als in Sperma.

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 Nein, denn im Scheidensekret ist die Virenkonzentration von HIV nur dünn, weswegen Mengen an Scheidensekret, die indirekt von der Scheide auf die Hand auf die Penisschleimhaut gelangen für eine HIV-Infektion nicht ausreichen. Die Eichel müsste schon feucht vor Sekret werden, damit ein Risiko bestünde, was aber indirekt praktisch nicht gut möglich ist.

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1) Ungeschützter Sexualverkehr (Analverkehr, Vaginalverkehr, in sehr seltenen Fällen Oralverkehr)

2) Needle Sharing, d.h. der gemeinsame Gebrauch von benutztem Spritzbesteck zum intravenösen Drogenkonsum

3) Von der Mutter auf das Kind (bei der Geburt auf natürlichem Weg und beim Stillen)

Andere Übertragungswege, die früher eine große Rolle spielten, sind heute nicht mehr relevant: So liegt z.B. die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Infektion über eine Blutspende bei eins zu 5.000.000 bis 10.000.000, weil alle Blutspender heute sehr ausführlich auf HIV getestet werden.

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Beim Zahnarzt ist eine Ansteckung mit HIV nicht möglich. Erstens müssen Zahnärzte die Instrumente nach jedem Patienten desinfizieren und ihre Praxen unterliegen strengen Hygienerichtlinien. Zweitens kann HIV praktisch nur über deutlich sichtbare Blutmengen übertragen werden, da es bei Weitem nicht so infektiös wie andere Virusarten ist, und erkennbare Blutmengen auf den medizinischen Instrumenten würden dem medizinischen Personal nicht entgehen.
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Immer häufiger wird mittlerweile auch der sogenannte PCR-Test zur Diagnose einer HIV-Infektion verwendet. Dies ist kein Antikörpertest, sondern ein direkter Virusnachweis, wodurch das diagnostische Fenster wesentlich verkürzt wird. Der PCR-Test sollte nicht früher als zwei Wochen nach einer etwaigen Infektion vorgenommen werden, da u. U. erst nach zwei Wochen die Viruslast (Menge der Viren im Blut) hoch genug ist, um nachweisbar zu sein. Zu beachten ist, dass beim PCR-Test nicht gleichzeitig auf HIV-1 und HIV-2 getestet werden kann (wie beim Antikörpertest), sondern für jeden der beiden Virenstämme ein eigener Test gemacht werden muss.

Ab 14 Tagen nach einer Infektion kann eine PCR HIV zu 99% nachweisen. Die PCR-Bestimmung ist ab zwei Wochen nach einem Risiko somit sehr sicher. Wir müssen allerdings darauf hinweisen, dass ein PCR-Ergebnis um etwa 1% unsicherer ist als ein Standard-Antikörpertest ist, weshalb die offizielle Richtlinie besagt, man solle im Idealfall 12 Wochen nach einem Sexualkontakt einen Antikörpertest zur absoluten Absicherung machen lassen (der Antikörpertest ist ab 12 Wochen sicherer als die PCR ab 14 Tagen nach dem Risiko).

Warum das PCR-Verfahren in Deutschland so unbeliebt ist, wissen weder wir noch unsere Ansprechpartner im Virologischen Institut in Wien. PCR-Tests sind übrigens standardisiert, hier gibt es keine Unterschiede zwischen österreichischen und deutschen Labors, denn in beiden Länder werden nur die aktuellsten und sensibelsten Testverfahren eingesetzt.

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Beim Fisten ist eine HIV-Infektion nicht möglich, weil über alltägliche Wunden, rissige, raue Haut etc. infektiöse Körperflüssigkeiten (z.B. Blut oder Darmsekret) nicht in einer für eine HIV-Übertragung nötigen Menge in die Blutbahn gelangen können.

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HIV ist nicht so infektiös wie andere sexuell übertragbare Krankheiten, weshalb es durch nicht erkennbare Blutmengen noch nicht weitergegeben werden kann. Solange der Fister daher keine sichtbar blutigen Verletzungen oder blutverschmierte Finger aufweist, besteht für den passiven Part kein Risiko einer Übertragung von HIV. Allerdings stellen - etwa bei Sexparties oder Gruppensex - auch fremdes Blut, fremdes Sperma oder fremdes Darmsekret ein Risiko dar, wenn diese beim Fisten indirekt über die Hände auf die Darmschleimhaut gelangen. 

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Nein, es sei denn eine Zahnbürste oder ein Rasierer sind sichtbar blutverschmiert. HIV kann nämlich nur über erkennbare Blutmengen, nicht aber über mikroskopisch kleine, übertragen werden, und blutverschmierte Körperpflegeutensilien würden dem Benutzer auffallen. 
Ein Risiko besteht allerdings bezüglich Hepatitis B und C, welche zig Mal infektiöser als HIV sind und daher auch über nicht erkennbare Blutmengen übertragbar sind.

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Das Reiben des Penis an der Scheide fällt noch unter Safer Sex. Im Scheidensekret ist die Virenkonzentration von HIV nur dünn, weswegen Mengen an Scheidensekret, die beim Reiben des Penis an der Scheide auf die Eichel gelangen, für eine HIV-Infektion nicht ausreichen.

Auch das Reiben von Scheide an Scheide (Tribadie) bei lesbischen Sexpraktiken ist aus demselben Grund kein Risiko. 

Auch für heterosexuelle Frauen besteht kein Risiko, weil praktisch keine relevante Menge an Lusttropfen in die Scheide gelangen kann.
Zwei Männer müssen darauf achtgeben, dass kein fremdes Sperma auf der Eichel oder Lusttropfen verrieben wird.

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Das hängt beim ungeschützten Analverkehr ganz davon ab, wie viel Darmsekret oder Blut während des Eindringens auf die Eichel gelangt ist. Beim ungeschützten Analverkehr hängt es also davon ab, ob nach dem Herausziehen des Penis sichtbare Blutmengen oder Rückstände an Darmsekret (das ist eine weißlich bis gelbliche zähe Flüssigkeit, die sich auf der Darmschleimhaut befindet, und die auch HIV übertragen kann) zu erkennen sind. Nicht erkennbare Blutmengen oder nicht sichtbare Reste an Darmsekret sind wiederum nicht ausreichend.

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Nein, es gibt keine Medikamente, mit denen man HIV heilen kann.
Allerdings muss man bei uns heute nicht mehr an HIV sterben, da es eine Therapie gibt, die den Ausbruch von AIDS verhindern kann. Diese Therapie heißt HAART. Dank der Therapie können Betroffene mittlerweile mit einer hohen Lebenserwartung rechnen.

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Unter Umständen ja, da es Medikamente gibt, welche die HIV-Infektion unter bestimmten Bedingungen rückgängig machen können. Diese Medikamente heißen Post Expositions Prophylaxe (PEP). Die PEP kann kurz nach dem Eindringen von HIV in den Körper eine Ausbreitung und Infektion vermeiden. Dabei handelt es sich um eine hoch aktive antiretrovirale Therapie (HAART). Allerdings wird die PEP in der Regel nur bei dringendem Verdacht durchgeführt (z.B. nach ungeschütztem Sex mit einem nachweislich HIV-positiven Menschen), da die Nebenwirkungen sehr stark ausfallen und die Infektion trotz PEP nicht immer verhindert werden kann.
Nach einem ungeschützten Sexualkontakt mit einem HIV-positiven Menschen sollte man sofort einen Arzt, im Idealfall aber eine HIV-Spezialambulanz aufsuchen. Wenn es möglich ist, sollte der HIV-positive Partner den Betroffenen begleiten, da der behandelnde Arzt auf diese Weise Informationen über die Höhe der Viruslast, die Vorbehandlung und etwaige Resistenzen erhalten kann. Der HIV-Positive muss seinen Namen dabei nicht nennen und bleibt anonym.
Wer ein tatsächliches Risiko hatte, muss jedenfalls sehr schnell handeln. Der Beginn der PEP sollte möglichst innerhalb von zwei Stunden nach dem Risiko erfolgen. Innerhalb von 24 Stunden wird der Behandlungsbeginn von Medizinern noch als sinnvoll erachtet. Wenn die PEP erst nach 48 Stunden nach Risiko erfolgt, ist die Wirksamkeit der Therapie fraglich. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Notfalladressen zu kennen. In Salzburg bzw. Tirol sind das folgende Ambulanzen:
Landeskrankenanstalten Salzburg 3. Medizin, Kontaktperson: Frau Dr. Ninon Taylor, Tel.: 0662/4482-3449, Müllner Hauptstraße 49, 5020 Salzburg
Universitätsklinik Innsbruck, Hautabteilung, Station V, Kontaktperson: Herr OA. Dr. Mario Sarcletti, Tel.: 0512/504-24847, Anichstraße 35, 6020 Innsbruck

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AIDS ist das Endstadium von HIV. Die Krankheit AIDS entwickelt sich also aus einer HIV-Infektion, d.h. man hat nicht sofort nach einer Ansteckung mit HIV auch AIDS.
Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, ist bei einer HIV-Infektion sehr unterschiedlich und kann zwischen einigen Monaten und mehr als 15 Jahren betragen. Die Latenzzeit hängt von individuellen Faktoren ab, zum Beispiel den Therapiemöglichkeiten, dem Lebensstil, der psychischen Verfassung und eventuellen Begleiterkrankungen.
Nach erfolgter HIV-Infektion werden drei Stadien unterschieden. In Abhängigkeit von der aufgetretenen AIDS-definierenden Krankheit werden zur Stadieneinteilung die Großbuchstaben A, B oder C verwendet. Nach der Zahl der im Blut vorhandenen T-Helferzellen wird dem jeweiligen Buchstaben ein Zahlenwert zugewiesen, sodass eine Klassifizierung von A1 bis C3 entsteht:
- mehr als 500 T-Helferzellen/µl Blut = 1
- 200 bis 499 T-Helferzellen/µl Blut = 2
- weniger als 200 T-Helferzellen/µl Blut = 3


Die Krankheit AIDS (früher auch "Vollbild AIDS" genannt) ist gekennzeichnet durch:
- starken Gewichtsverlust (Wasting-Syndrom)
- erhebliche Einschränkungen der Hirnfunktion (HIV-Enzephalopathie)
- Infektionen mit Parasiten, Viren, Bakterien, Pilzen oder Protozoen mit Erkrankungen wie Tuberkulose, Toxoplasmose, wiederholte Salmonellen-Septikämien, wiederholte bakterielle Lungenentzündungen, Pneumocystis-carinii-Pneumonie, Pilzbefall von Speiseröhre, Luftröhre, Bronchien oder der Lunge, Herpes-Infektionen/Geschwüre in Lunge, Speiseröhre oder Magen
- CMV (Zytomegalievirus)-Infektion verschiedener Organe, besonders der Netzhaut
- von Vögeln übertragene Pilzinfektion außerhalb der Lunge (extrapulmonale Kryptokokkose)
- chronische Darminfektion mit einer Einzeller-Gattung (Kryptosporidiose)
- Infektion mit so genannten atypischen Mykobakterien (verwandt mit Tuberkulosebakterien)
- Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML), eine virusbedingte Entmarkungskrankheit des Gehirns
- durch HIV hervorgerufene bösartige Erkrankungen wie das Kaposi-Sarkom, bösartige Lymphome, Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

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Die Lebenserwartung der mit HIV Infizierten ist seit der Einführung der antiretroviralen Kombinationstherapie (HAART) deutlich angestiegen. Wer sich z.B. heute mit 20 Jahren mit HIV ansteckt, kann durchschnittlich noch mit zusätzlichen 49,4 Lebensjahren rechnen. Auch Übertragungen des Virus von Mütter auf ihre Kinder geschehen aufgrund der Therapie, der Kaiserschnittentbindung und dem Stillverzicht nur noch in einem Prozent aller Fälle. Die HAART indessen erzielt so gute Erfolge, dass bei 80 bis 90 Prozent aller Patienten die Ausbreitung des Immunschwächevirus im Körper erfolgreich unterdrückt werden kann. Aufgrund der guten Erfolge in der Behandlung wird auch das Risiko der Weitergabe von HIV minimiert.

In zunehmendem Alter erkranken die Betroffenen allerdings häufiger an anderen Krankheiten (z.B. an Osteoporose und/oder an Depressionen) und neigen zu Blutfetterhöhungen; diese Komorbiditäten sind auch auf die Nebenwirkungen der Medikamente zurückzuführen.

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Nein, auf diesem indirekten Weg ist das nicht möglich, weil Blutreste eines HIV-positiven Menschen im Mund des Tieres durch dessen Speichel zu sehr verdünnt werden.

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Auch wenn dies der Britische Gesundheitsschutz behauptet: Nein! Über’s Wasser kann HIV nicht übertragen werden. Etwaiges Blut wird im Wasser viel zu sehr verdünnt, sodass die Virenkonzentration im Gemisch aus Wasser und Blut viel zu dünn für eine Infektion mit HIV wird. Dasselbe gilt auch für Hepatitis.

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HIV-Schnelltests sind Antikörpertests, auf deren Testergebnis man nur noch 20 Minuten warten muss. Ein Schnelltest bedeutet aber nicht, dass sich eine mögliche Infektion früher nachweisen lässt.
Wie bei allen anderen Antikörpertests auch kann erst 12 Wochen nach einem Risikokontakt die Infektion sicher erkannt bzw. ausgeschlossen werden.
Wenn der Schnelltest ab 12 Wochen nach dem Risiko negativ ausfällt, ist er genauso sicher wie herkömmliche Antikörpertests. Sehr selten kann es allerdings vorkommen, dass ein Schnelltest kein eindeutiges Ergebnis zeigt, dann muss auf den üblichen DUO-Test ausgewichen werden.

Die Aidshilfe Salzburg bietet den HIV-Schnelltest zum Selbstkostenpreis von EUR 30,- an. Getestet wird jeden Montag und Donnerstag von 17 bis 18.30 Uhr.
WICHTIG: Für einen HIV-Schnelltest bitte bis spätestens 18:30 Uhr anmelden!

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Der p24-Antigentest ist ab zwei Wochen nach dem Risiko möglich und liefert dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein richtiges Testergebnis. Er kann allerdings nur HIV-1 nachweisen.
Es gibt allerdings ein zweites diagnostisches Fenster, d.h. das p24-Antigen ist nicht mehr nachweisbar während die Antikörper noch nicht nachweisbar sind. Dieses Fenster ist nicht nur ein theoretisches Konstrukt, sondern wurde mittlerweile wisenschaftlich belegt (Eller et al: Reduction of HIV-Window-Period by 4th Geeration HIVCombination Tests. Poster O-142, CROI 2013, Atlanta).
Hier ein Beispiel:
„Ein Mensch lässt sich vier Wochen nach einem sexuellen Risiko testen. Der p24-Antigen-Test fällt negativ aus, da das p24-Antigen bereits nicht mehr nachweisbar ist. Der Antikörpertest ist jedoch noch nicht positiv. „Diese Situation wird als „Zweites diagnostisches Fenster“ beschrieben.

Insgesamt kann der Duo-Test auf HIV-1 ab sechs Wochen nach dem letzten Risiko bei mehr als 99 Prozent aller Menschen die HIV-Infektion (mit HIV-1) erkennen (nach zwölf Wochen ist er noch um ein paar Promille sicherer). 100 Prozent Testsicherheit gibt es freilich in der Medizin nie. Hier noch ein Link zu falsch-negativen Ergebnissen: http://dresden.aidshilfe.de/wp-content/uploads/testsicherheit1.pdf

Der HIV Schnelltest ist hingegen weiterhin erst nach zwölf Wochen sicher. Nach sechs Wochen ist er nicht zu empfehlen.

 

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Nein, dafür gibt es keine rechtliche Grundlage:
„Es besteht keine rechtliche Grundlage bezüglich der Reihung von Patienten. Niemand darf wegen einer Krankheit oder des Verdachts auf das Vorliegen einer Krankheit benachteiligt (diskriminiert) werden. Dies gilt für alle Krankheiten. So dürfen auch im Umgang mit HIV-Patienten keine Sondermaßnahmen gesetzt werden, die nicht medizinisch bzw. gesundheitspolitisch erforderlich sind.“
Zitiert nach einer schriftlichen Auskunft der Patientenanwaltschaft Niederösterreich

"Es existiert keine rechtliche Grundlage dafür, HIV-positive Patienten bei Behandlungen als Letzte einzuteilen. Sofern die routinemäßigen Schutzmaßnahmen eingehalten werden, besteht, selbst bei Operationen, weder ein Infektionsrisiko für die behandelnden Ärzte noch für andere Patienten. Zudem muss von Seiten der Ärzte davon ausgegangen werden, dass Patienten behandelt werden deren HIV Status nicht bekannt ist. Schließlich könnte ja auch der Patient selbst über seine Erkrankung (noch) nicht Bescheid wissen."
Zitiert nach einer schriftlichen Auskunft der Patientenvertretung Tirol

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„Eine Kennzeichnung mittels einem roten Punkt oder anderer Symbole widerspricht dem Diskriminierungsverbot ebenso wie dem Recht jedes Patienten auf Datenschutz. Da […] für Behandlung und Pflege keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich sind, ist sie sachlich definitiv nicht gerechtfertigt. Es kann ausgeschlossen werden, dass es diesbezüglich eine gesetzliche Bestimmung gibt.“
Zitiert nach einer schriftlichen Mitteilung der Tiroler Patientenvertretung.

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„Grundsätzlich ist kein Patient dazu verpflichtet, seinen Arzt über eine HIV-Infektion bzw. AIDS-Erkrankung zu informieren, da bei Einhaltung der üblichen Hygienestandards keine Gefahr einer Infektion vorliegt.
Allerdings ist es, im Sinne einer optimalen medizinischen Behandlung, sinnvoll Ihren Arzt über Ihre
Erkrankung in Kenntnis zu setzen. Sie laufen sonst Gefahr, dass Ihr Arzt auftretende Symptome falsch
beurteilt und eine nicht passende Behandlungsmethode wählt. Insbesondere bei der Verschreibung von Medikamenten könnten für Sie nicht vorhersehbare Wechselwirkungen auftreten.“

Zitiert nach einer schriftlichen Mitteilung der Tiroler Patientenvertretung

„Die Information über die HIV-Infektion gehört zu den besonders schützenswerten Personendaten. Eine Informationspflicht gibt es nicht, auch nicht gegenüber medizinischen Fachpersonen. In bestimmten Situationen kann eine Aufklärung jedoch sinnvoll sein.
Eine Pflicht, den HIV-Status den Ärzten bekannt zu geben, besteht nicht. Denn sofern diese die Hygienevorschriften einhalten, besteht kaum ein Übertragungsrisiko. Vor einer Operation wird vom Narkoseteam regelmäßig eine Abklärung des Gesundheitszustandes gemacht. Dabei wird nebst anderem auch nach allfälligen Medikamenten gefragt. Diese Abklärung des aktuellen Gesundheitszustandes dient dazu, das Narkoserisiko auf ein Minimum zu beschränken. In diesem Zusammenhang ist zu empfehlen, wahrheitsgetreu Auskunft zu geben, da das Verschweigen oder eine verfälschte Darstellung des eigenen Gesundheitszustandes eine Selbstgefährdung darstellt.
Ein HIV Patient sollte in der Regel allen behandelnden Ärzten die Tatsache seiner Infektion mitteilen. Der Patient kann meist nicht einschätzen, ob seine Beschwerden mit der Infektion zu tun haben oder ob Wechselwirkungen mit seiner antiretroviralen Therapie bei Medikamentenverordnungen durch andere Ärzte zu erwarten sind. Leider gibt es auch heute noch versteckte oder offene Ablehnung und Diskriminierung auch im medizinischen Bereich.
Wenn ein Patient auf Grund solcher Erfahrungen einem behandelnden Arzt seine Infektion nicht angibt, stört er damit zwar das Vertrauensverhältnis, das zwischen Arzt und Patient bestehen sollte, rechtlich verpflichtet ist er jedoch nicht. Grundsätzlich muss ein Arzt bei jedem Patienten Maßnahmen treffen, die eine Übertragung von ansteckenden Krankheiten verhindern, da die Möglichkeit besteht, dass ein Patient von der Tatsache einer infektiösen Krankheit nichts weiß.“

Zitiert nach einer Schriftlichen Mitteilung der Patientenanwaltschaft Niederösterreich.

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Ja, diese Medikamente heißen „Prä-Expositionsprophylaxe“ (PrEP, zu Deutsch etwa „Vorsorge vor einem Risiko-Kontakt“). HIV-negative Menschen können diese HIV-Medikamente einnehmen, um sich vor einer Infektion mit HIV zu schützen. 
Es konnte nachgewiesen werden, dass die PrEP mit dem HIV Medikament Truvada® (Wirkstoffe: Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil) vor allem bei Männern, die Sex mit Männern haben und hohe Risiken eingehen, zuverlässig wirkt. Bei guter Therapietreue ist die PrEP genauso sicher wie Kondome. Sie schützt vor HIV aber nicht vor anderen Geschlechtskrankheiten.
Die PrEP wird in Österreich nicht von der Krankenkasse finanziert. Sie kann jedoch auf Privatrezept um etwa 800€ pro Monat erworben werden. Die PrEP gilt als gut verträglich. Eine seltene, aber schwerwiegende Langzeitnebenwirkung kann allerdings eine Schädigung der Nieren sein.
Vor dem Beginn der PrEP müssen unbedingt ärztliche Untersuchungen gemacht werden (z.B. muss genau geprüft werden, ob die Nieren gut funktionieren). Auch eine bereits bestehende HIV-Infektion muss durch HIV-Tests ausgeschlossen werden. Die Wirkstoffe der PrEP Tabletten reichen nämlich bei einer bestehenden HIV-Infektion nicht aus und HIV könnte auf diese Weise Resistenzen gegen dieses wichtige Medikament bilden. Daher müssen auch nach dem Start der PrEP alle drei Monate HIV-Tests gemacht werden. Kommt es trotz Einnahme der PrEP zu einer Infektion (etwa weil man die Tabletten nicht regelmäßig eingenommen hat), muss das PrEP-Medikament dann abgesetzt werden. Zudem muss alle drei bis zwölf Monate ein Nierencheck gemacht werden.

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Nein, das bedeutet nur, dass ein Testergebnis vorläufig uneindeutig/grenzwertig oder positiv ausgefallen ist, was verschiedene Ursachen hat. Wenn ein Testergebnis (PCR-Test oder DUO-Test) nicht eindeutig HIV-negativ ausfällt, wird die Blutprobe an die Virologie gesandt. Diese sendete uns nach einer Woche das definitive (HIV-negative oder HIV-positive) Testergebnis zu.

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Hepatitis (9)

Hepatitis ist die Bezeichnung für eine Leberentzündung (Hepa = Leber). Eine solche Entzündung kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann sowohl durch eine Überbeanspruchung (übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum) als auch durch Krankheitserreger (Hepatitis-Viren) verursacht werden.
Eine Virushepatitis beginnt zunächst mit einem Vorstadium, in dem die Krankheitsanzeichen uncharakteristisch wie bei einem grippalen Infekt sind: Fieber, Kopfschmerzen, Gelenks- und Gliederschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl. Später kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Widerwillen gegen bestimmte (vor allem fette) Speisen und Alkohol kommen. Bei einigen Virushepatitiden ist auch das Auftreten einer Gelbsucht typisch (Gelbfärbung von Augen und Haut). Die Ursache dafür liegt im Zerfall von Leberzellen, die Gallenfarbstoffe freisetzen. Dadurch wird auch der Harn dunkelbraun gefärbt. Da weniger Galle von der Leber in den Darm fließt, wird der Stuhl hingegen hell (oft lehmfarben).
Je nach Art der Hepatitis heilt sie wieder vollständig aus oder kann auch chronisch verlaufen. Eine chronische Hepatitis birgt, wenn sie über Jahrzehnte hinweg bestehen bleibt, die Gefahr der Entwicklung einer Leberzirrhose oder eines Leberkrebses.

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Die verschiedenen Hepatitis-Viren werden mit den Buchstaben A bis E und G bezeichnet. Am häufigsten treten Hepatitis A, B und C auf.

Hepatitis A ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Sie wird fäkal-oral übertragen. D.h. das Hepatitis A-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden (fäkal) und gelangt durch den Mund (oral) in den Körper. Infektionsträger sind also vor allem durch Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Häufig sind z.B. Schalentiere, die aus durch Abwässer verunreinigten Küstengebieten stammen, für eine Infektion verantwortlich. Hepatitis A kommt hauptsächlich in Ländern mit niedrigem Hygienestandard vor und wird bei uns deshalb oft als Reisehepatitis bezeichnet.
Gegen Hepatitis A gibt es eine wirksame Schutzimpfung.

Hepatitis B wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten wie Scheidenflüssigkeit, Sperma oder Speichel übertragen. Ein häufiger Übertragungsweg ist ungeschützter Geschlechtsverkehr, aber auch beim Küssen ist eine Übertragung möglich. Das Virus wird auch von infizierten Müttern bei der Geburt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Neugeborene übertragen. In den meisten Fällen (80 bis 90%) heilt die Hepatitis B wieder aus. Sie kann aber auch chronisch verlaufen.
Gegen Hepatitis B gibt es eine wirksame Schutzimpfung.

Hepatitis C wird durch Blutkontakt übertragen. Die wichtigste Rolle in der Infektionsübertragung spielt der Nadeltausch bei intravenösem Drogenkonsum. Ein Risiko besteht aber auch, wenn beim Tätowieren, Piercen oder Ohrringstechen unsterile Geräte verwendet werden. Die sexuelle Übertragung spielt nur eine untergeordnete Rolle (bei Praktiken bei denen es zu Blutkontakt kommen kann). Die Hepatitis C verläuft in den überwiegenden Fällen (ca. 80%) chronisch. Die Heilungsmöglichkeiten sind beim heutigen Stand der Medizin nur bedingt erfolgreich.
Gegen Hepatitis C gibt es keine Schutzimpfung.

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Öl- oder fetthaltige Gleitmittel (Babyöl, Massageöl, Vaseline) greifen das Latex an und machen das Kondom brüchig. D.h. durch das falsche Gleitmittel kann das Kondom bei der Verwendug (wenn das Latex also stark beansprucht wird) leichter reißen oder undicht werden. Deshalb sollte zusammen mit einem Kondom immer wasserlösliches Gleitmittel verwendet werden.

D.h. aber nicht, dass das Kondom bei Verwendung des falschen Gleitmittels automatisch für Krankheitserreger immer durchlässig wird. Es wird lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es bei Beanspruchung porös wird oder kaputt geht. Wenn das Kondom nach der Verwendung trotz des falschen Gleitmittels immer noch intakt und völlig dicht ist, dann hat es seine Schutzfunktion trotzdem erfüllt: Glück gehabt! Allerdings kann man die Dichte des Kondoms nur prüfen, indem man dieses nach der Verwendung mit Wasser befüllt und dabei sieht, ob Flüssigkeit austritt oder nicht. Die Verletzungen der Latexstruktur können nämlich so minimal sein, dass sie mit freiem Auge nicht erkennbar sind.

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Es kann 8-16 Wochen dauern, bis Hepatitis B (HBV) mittels HBsAG-Bestimmung (der Nachweis des Antigens) nachweisbar ist. D. h. 4 Monate nach einem befürchteten Risiko bietet dieser Test maximale Sicherheit.
Mittels eines PCR-Tests (dabei handelt es sich um den direkten Virusnachweis) kann man das diagnostische Fenster um einige Wochen verkürzen, doch wird dieser Test nur selten durchgeführt, weil dieses Verfahren sehr teuer ist.

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Das diagnostische Fenster, d. h. Der Zeitraum von der Infektion mit Hepatitis C (HCV) bis zum sicheren Nachweis, kann beim HCV-Antikörpertest 7-31 Wochen, also ca 2-7 Monate betragen.
Mittels eines PCR-Tests (dabei handelt es sich um den direkten Virusnachweis) kann man das diagnostische Fenster um einige Wochen verkürzen, doch wird dieser Test nur selten durchgeführt, weil dieses Verfahren sehr teuer ist.

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Hepatitis A ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. Sie wird hauptsächlich fäkal-oral übertragen. D.h. das Hepatitis A-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden (fäkal) und gelangt durch den Mund (oral) in den Körper. Infektionsträger ist also vor allem durch Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Häufig sind z.B. Schalentiere, die aus durch Abwässer verunreinigten Küstengebieten stammen, für eine Infektion verantwortlich. Hepatitis A kommt hauptsächlich in Ländern mit niedrigem Hygienestandard vor und wird bei uns deshalb umgangssprachlich oft als "Reisehepatitis" bezeichnet. Beim Sex hingegen findet eine Übertragung nur selten statt. Da jedoch eine Infektion bei manchen Sexualpraktiken (z. B. Lecken des Afters und damit verbundene etwaige orale Aufnahme von Fäkalresten) möglich wäre, soll sie an dieser Stelle der Vollständigkeit wegen nicht unerwähnt bleiben. Eine Ansteckung über Blut, Speichel, Urin oder Sperma findet nur in sehr seltenen Fällen statt.

Wie bei allen Hepatitis-Infektion handelt es sich auch bei der Hepatitis A um eine Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird und überall auf der Welt verbreitet ist. Etwa eine Woche bis vier Wochen nach der Ansteckung treten Symptome wie Fieber, Übelkeit mit Erbrechen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit auf. Etwa die Hälfte der Betroffenen entwickelt zudem eine Gelbsucht (hier färbt sich die Haut, vor allem aber die Bindehaut der Augen gelb, auch der Stuhl ist gelb während der Urin schwarz wird). Die Intensität der Symptome kann dabei unterschiedlich intensiv ausfallen und ist stark vom Alter des Betroffenen abhängig: Bei Kindern z. B. verläuft die Infektion zumeist vollkommen unbemerkt, bei älteren Menschen kann das Ausheilen unter Umständen Wochen wenn nicht gar Monate andauern. In der Regel heilt Hepatitis A vollständig von selbst aus.

Der beste Schutz gegen Hepatitis A ist die Impfung, die wirksam und gut verträglich ist. Üblich ist eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Diese besteht aus einer Teilimpfung (im Abstand von mehreren Wochen bzw. Monaten wird insgesamt drei Mal der Impfstoff injiziert), wobei der Impfschutz in der Regel 10 Jahre lang anhält. Beim Auffrischen des Impfschutzes muss nur mehr einmal alle 10 Jahre geimpft werden. Vor einer Reise sollte die erste Teilimpfung mindestens zwei Wochen vor Reiseantritt gemacht werden, damit ein gewisser Impfschutz besteht. Die Kosten für die Impfung werden nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern müssen selbst bezahlt werden, es sei denn, man ist in einem gefährdeten Beruf tätig (z. B. Mediziner, Krankenpflegepersonal). Hier übernimmt meist der Arbeitgeber die Kosten der Impfung.

Falls Sie Fragen zu HIV und sexuell übertragbaren Infektionen haben, können Sie uns gerne telefonisch, im Leo-Lust-Forum oder per Mail kontaktieren.
Telefonnummer: +43 (0)662 881488
Email: office@aidshilfen.at
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• Telefonische Beratung und allgemeine Auskünfte: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr; Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Persönliche Beratung: Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Testung auf HIV, Syphilis, Hepatitis und Hepatitis-Impfung: Mo, Do von 17 bis 19 Uhr
• Psychosoziale Beratung und Betreuung für Betroffene: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr

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Hepatitis B ist eine ansteckende Leberinfektion, die durch Viren übertragen wird und weit verbreitet ist (in Deutschland infizieren sich jährlich in etwa 50.000 Menschen damit, in Österreich 5.000). Die meisten Menschen haben sich beim ungeschützten Sex mit dieser Viruserkrankung angesteckt, da die Viren in fast allen Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Vaginalsekret, Lusttropfen, Urin, Speichel, Schweiß, Galle, Muttermilch) in hoher Konzentration enthalten sind. Ein bis sechs Monate nach der Infektion können Symptome auftreten, die denen einer Grippe ähneln (z. B. Fieber, Gliederschmerzen, Müdigkeit; im Gegensatz zur Hepatitis A kommt es hier allerdings nur selten zu einer Gelbsucht). Bei 90 Prozent aller Betroffenen heilt die Infektion nach drei bis fünf Monaten von selbst aus, bei 10 Prozent der Erkrankten wird die Leberentzündung allerdings chronisch und die Leber wird im Laufe der Jahre zerstört (auf diese Weise kann sich z. B. eine Leberzirrhose oder ein Leberkrebs entwickeln). Viele Betroffene wissen von ihrer chronisch gewordenen Hepatitis B selbst nicht Bescheid, da sich zunächst meist keine Beschwerden einstellen.

Die Viren von Hepatitis B sind sehr umweltresistent und können außerhalb des Körpers viele Stunden lang aktiv und damit ansteckend bleiben. Die meisten Menschen infizieren sich beim ungeschützten Sex mit dem Virus. Besonders hoch ist hierbei das Risiko beim ungeschützten Vaginal- und Analverkehr, aber auch beim Oralverkehr kann es zu einer Übertragung kommen, wenn Lusttropfen und Sperma beim aktiven Oralverkehr in den Mund oder Speichel beim passiven Oralverkehr auf die Schleimhaut gelangen. In seltenen Fällen ist es auch beim Küssen zu Ansteckungen gekommen. Eine Schwangere kann das Virus auf das ungeborene Kind übertragen. Früher haben sich darüber hinaus sehr viele Menschen über Bluttransfusionen und Blutprodukte mit Hepatitis B infiziert. Da mittlerweile die Testverfahren, denen sich ein Spender vor der Blutabnahme unterziehen muss, sehr sensibel und zuverlässig sind, können heute die meisten Ansteckungen über Blutspenden verhindert werden. Im Gesundheitsbereich (Krankenhäuser, Arztpraxen, Labors) existieren strenge Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, damit es zu keiner Übertragung des Virus kommen kann. Ein Risiko besteht auch, wenn man sich in einem Tattoo- oder Piercingstudio tätowieren bzw. piercen lässt, und dabei nicht sauber und hygienisch gearbeitet wird. Hier kann es zu einer Infektion über mit Blut verunreinigte Instrumente kommen. Auch viele Junkies stecken sich über das Needle-Sharing, das ist das gemeinsame Verwenden von Drogenspritzen, mit dem Virus an.

Wer beim Sex Kondome verwendet, verringert zwar das Risiko einer Infektion, allerdings lässt sich selbst dann eine Übertragung der Viruserkrankung nie völlig ausschließen. Den besten Schutz gegen Hepatitis B liefert daher eine Impfung. Diese ist ab dem Säuglingsalter möglich. Üblich ist eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Diese besteht aus einer Teilimpfung (im Abstand von mehreren Wochen bzw. Monaten wird insgesamt drei Mal der Impfstoff injiziert), wobei der Impfschutz in der Regel zehn Jahre lang anhält. Beim Auffrischen des Impfschutzes muss nur mehr einmal alle 10 Jahre geimpft werden. Vor einer Reise sollte die erste Teilimpfung mindestens zwei Wochen vor Reiseantritt gemacht werden, damit ein gewisser Impfschutz besteht. Die Kosten für die Impfung werden nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern müssen selbst bezahlt werden, es sei denn, man ist in einem gefährdeten Beruf tätig (z. B. Mediziner, Krankenpflegepersonal). Hier übernimmt meist der Arbeitgeber die Kosten der Impfung.

Ist eine Hepatitis B bereits chronisch geworden, so kann versucht werden, die Erkrankung mit Medikamenten (z. B. Interferonen) zu behandeln. Die Nebenwirkungen der Therapie können hierbei jedoch sehr heftig ausfallen: Fieber, Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder gar psychische Erkrankungen, wie z.B. Depressionen, können die Folge sein. Zudem schlagen die Medikamente nicht bei jedem Betroffenen an. Wird bereits im Frühstadium behandelt, kann der Verlauf einer chronisch gewordenen Hepatitis B aber oftmals zumindest abgemildert und das Risiko von Spätfolgen gesenkt werden.

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Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die auf der ganzen Welt verbreitet ist. Schätzungen zufolge leben in Österreich 100 000 bis 150 0000 Betroffene, die unter einer chronischen Hepatitis C leiden, in Deutschland sind es in etwa eine halbe Million Erkrankte. Nach einer Ansteckung bleibt die akute Hepatitis C meist unbemerkt, da deren Symptome, welche zwei Wochen bis sechs Monate nach der Infektion auftreten, denen einer leichten Grippe ähneln. Viele Betroffene wissen deshalb oft über Jahre lang selbst nichts von ihrer Erkrankung.

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Hepatitis C ist etwa zehnmal infektiöser als HIV, weshalb es in sehr seltenen Fällen (genaue Zahlenangaben liegen nicht vor) schon über kleine, blutende Wunden, in die fremdes infektiöses Blut gelangt ist, zu Ansteckungen gekommen ist. Wie gesagt: Dies passiert nur sehr selten. 

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HIV wenn Sperma oder Blut in die Mundhöhle gelangen (siehe unter FAQs zu HIV).

SYPHILIS kann beim Oralverkehr dann übertragen werden, wenn der/die SexualpartnerIn ein akutes Primärgeschwür an Penis oder Scheide oder im Mund hat (ein akutes Primärgeschwür ist ein schmerzloses Geschwür, das in etwa 2-4 Wochen nach der Ansteckung auftritt und spätestens 3 Monate nach der Infektion wieder von selbst verschwindet).

TRIPPER kann durch den eitrigen bakterienhaltigen Ausfluss des passiven Parts auf den aktiven übertragen werden. Aber auch der/die passive PartnerIn ist dann gefährdet, wenn der/die aktive PartnerIn eine Tripperinfektion in seinem/ihrem Rachen hat (die Symptome hierbei wären starke Halsschmerzen ähnlich denen einer Angina).

CHLAMYDIEN: Chlamydien sind die am häufigsten unwissentlich übertragene STD. Meist treten keine oder nur sehr schwache Symptome auf. Chlamydien sind ebenfalls durch OV übertragbar, da sich deren Bakterien im Anus, in der Harnröhre oder in der Scheide befinden können.

HP-Viren (die meist keine Symptome, manchmal Feigwarzen, selten Gebährmutterhals-, Penis- oder Darmkrebs verursachen können) können durch OV übertragen werden. Der häufigste Übertragungsweg ist aber analer oder vaginaler Sex.

Auch HEPATITIS B ist durch OV übertragbar – sowohl durch aktiven (HBV ist wie HIV in Scheiden- und Samenflüssigkeit enthalten) als auch – in sehr seltenen Einzelfällen! – durch passiven OV (bei HBV ist eine Übertragung durch Speichel nicht auszuschließen).

Akute HERPES-Bläschen können bis einige Tage nach ihrem Abheilen noch soviel Herpesviren „abgeben“, dass eine Übertragung von Genital-Herpes durch OV ebenfalls möglich ist.

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Gonorrhö, umgangssprachlich auch "Tripper" genannt, ist eine bakterielle Infektion, die sehr leicht übertragen wird und je nach Übertragungsort in den Genitalien, im Darm oder im Rachen zu einer Entzündung führen kann.

Infizieren kann man sich mit Tripper beim Kontakt mit Schleimhäuten, also beim ungeschützten Vaginal- oder Analverkehr, aber auch beim Oralverkehr. Auch eine indirekte Übertragung über die Hände (etwa beim Petting) oder über Sexspielzeuge ist möglich. Außerhalb des Körpers können die Bakterien nicht lange überleben, weshalb eine Infektion auf der Toilette oder über das gemeinsame Benutzen von Handtüchern sehr unwahrscheinlich ist.

Der beste Schutz vor Tripper ist Safer-Sex, also Sex mit Kondom. Sexspielzeuge sollten immer nur von einer Person verwendet werden oder vor der Weitergabe gereinigt werden. Ganz verhindern lässt sich aber eine Infektion mit Tripper aufgrund seiner hohen Infektiosität nie.

Drei bis vier Tage nach der Ansteckung kommt es am Übertragungsort meist zu einer schmerzhaften Entzündung. Allerdings kann ein Tripper auch völlig symptomlos verlaufen. Bei einer Infektion in der Harnröhre kommt es zu fast immer zu schleimig eitrigem Ausfluss, die Harnröhrenöffnung ist gerötet und es brennt beim Wasserlassen. Eine Entzündung in der Scheide verläuft oft ohne Symptome, doch kann es auch hier zu Schmerzen und eitrigem Ausfluss kommen. Auch im Enddarm kann eine Infektion zu Schmerzen oder zu schleimigem oder eitrigem Ausfluss führen. Bei einer Infektion in den Augen kann es zu einer Entzündung der Bindehaut oder geschwollenen Augenlidern kommen.

Ein Tripper kann zwar von alleine ausheilen, doch kann er auch chronisch werden infolgedessen sich die Entzündung im ganzen Körper ausbreiten und auf andere Organe übergreifen könnte. So können sich z.B. Hoden, Prostata und Samenleiter entzünden, was zu Unfruchtbarkeit führen kann. Bei Frauen können sich die Eileiter oder der Gebährmutterhals entzünden und sogar verkleben und damit zu Unfruchtbarkeit führen. Während der Schwangerschaft kann ein nicht behandelter Tripper zum Verlust des Kindes führen oder das Kind kann erblinden. Eine Schwangere kann bei der Geburt auch ihr Kind anstecken. In seltenen Fällen kann sich der Tripper im ganzen Körper ausbreiten, was zu Fieber, Ausschlägen, Gelenksschmerzen, zu einer Entzündung der Hirnhaut oder zu Herzkomplikationen führen kann.
Wird ein chronischer Tripper nicht behandelt, so ist beim ungeschützten Sex aufgrund der geschädigten Schleimhaut das Risiko einer HIV-Infektion erhöht.

Bei Verdacht auf Tripper wird ein Abstrich gemacht. Diesen kann man ab einer Woche nach Risiko durchführen lassen, weil dann bereits ein sicherer Nachweis einer Infektion möglich wäre. Tripper lässt sich mit Antibiotika gut behandeln und ausheilen. Allerdings können etwaige Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit nicht mehr rückgängig gemacht werden. Bis zum Ende der Behandlung muss auf Sex verzichtet werden, damit die Infektion nicht an den Sexualpartner weitergegeben wird.

Wichtig: Aufgrund der hohen Resistenzentwicklung der Bakterien der Gonorrhoe, ist Tripper heute nicht mehr so einfach zu behandeln, wie in vergangenen Zeiten. Die Europäische Leitlinie empfiehlt den behandelnden Ärzten daher neben der Verschreibung von Antibiotika-Tabletten zur oralen Einnahme zusätzlich eine intramuskuläre Spritze mit Antibiotika zu verabreichen.

Ansteckungszahlen: 2012 wurden 1.341 Fälle von Gonokokken-Infektionen gemeldet (davon 1.184 allein in Wien). Da es für die Gonorrhö in Österreich keine Meldepflicht gibt, sind diese Zahlen nur wenig aussagekräftig.

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Chlamydien werden durch Bakterien übertragen und zählen, obwohl die meisten Menschen diese Krankheit nicht kennen, zu den am häufigsten sexuell übertragenen Krankheiten.

Die Bakterien befinden sich hauptsächlich in den Schleimhäuten von Scheide, Harnröhre und Enddarm, darüber hinaus auch im Sperma, im Urin sowie im Lusttropfen. Zu einer Infektion kommt es meist beim ungeschützten Kontakt einer Schleimhaut mit den Erregern, also beim Sex ohne Kondom. Allerdings sind Chlamydien so hoch infektiös, dass auch eine indirekte Übertragung beim Petting oder über Sexspielzeuge möglich ist.
Der beste Schutz ist Safer-Sex, d. h. Sex mit Kondom. Sexspielzeuge sollten nach Verwendung vor der Weitergabe immer gründlich gereinigt werden. Ganz verhindern lässt sich eine Übertragung dieser hoch infektiösen Bakterien allerdings nie.

Bei einer Infektion mit Chlamydien kommt es nur in sehr seltenen Fällen zu Symptomen. Diese können in Ausfluss aus Scheide, Harnröhre, Enddarm oder nach einer oralen Übertragung auch in starken Halsschmerzen bestehen. Nach einer Infektion über die Augen kann es zu einer Augenentzündung kommen. Auch wenn die Krankheit vollkomen symptomlos verläuft, kann die Infektion leicht weitergegeben werden. Deshalb sind sehr viele Menschen mit Chlamydien infiziert, ohne davon zu wissen. Bei Nichtbehandlung können sich bei Männern Prostata, Hoden und Samenleiter entzünden und der Betroffene kann unfruchtbar werden. Bei Frauen kann sich der Unterleib entzünden und es kann zu einer Eileiterschwangerschaft, zu Verwachsungen oder zu Unfruchtbarkeit kommen. Darüber hinaus kann auch eine symptomlose Infektion mit Chlamydien zu Unfruchtbarkeit führen. Mediziner glauben, dass Chlamydien eine der häufigsten Ursachen für erworbene Unfruchtbarkeit sind, weshalb viele Frauenärzte ihren Patientinnen nahelegen, sich bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung auf Chlamydien testen zu lassen. Bei einer entzündeten Schleimhaut ist zudem das Risiko einer HIV-Infektion erhöht.

Zur Diagnose wird ein Abstrich gemacht (auch eine Untersuchung des Urins ist eine Testmethode). Diesen kann man ab zwei Wochen nach Risiko machen lassen, weil ab zwei Wochen nach Infektion ein sicherer Nachweis der Erkrankung möglich wäre. Wird dabei eine Infektion mit Chlamydien festgestellt, so wird mit Antibiotika behandelt. Chlamydien lassen sich gut behandeln, etwaige Spätfolgen (wie z. B. Unfruchtbarkeit) können allerdings nicht wieder rückgängig gemacht werden. Da Chlamydien hoch ansteckend sind, muss bis zum Abschluss der Behandlung auf Sex verzichtet werden. Der Sexualpartner muss stets mitbehandelt werden, weil die Infektion ansonsten immer hin- und herspringen (Ping-Pong-Effekt) kann.

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Syphilis, auch Lues genannt, ist eine Infektion, die durch Bakterien übertragen wird. Die Krankheit ist hoch infektiös und wird deshalb beim Sex leicht weitergegeben.

Eine Syphilis-Infektion verläuft in drei Stadien: Im Stadium I bildet sich etwa drei Wochen nach der Infektion am Übertragungsort (z. B. auf der Eichel, in der Scheide, im Enddarm, am Darmausgang, in der Mundhöhle, an den Schamplippen, im Rachen) ein kleines, schmerzloses, umkratertes Geschwür, das eine Flüssigkeit absondert, welche hoch ansteckend ist. Dieses verschwindet von selbst wieder. Das bedeutet jedoch keine Heilung. Monate, manchmal erst Jahre nach der Ansteckung, folgt das Stadium II: Es kommt zu grippeartigen Beschwerden, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, geschwollenen Lymphknoten und Fieber. Zudem tritt fast immer ein Masern-ähnlicher Hautausschlag auf, der gar nicht oder nur wenig juckt. Auch dieser Hautausschlag verschwindet meist von selbst. Im Stadium II ist das Risiko einer Ansteckung für Sexualpartner ebenfalls sehr hoch, weil man sich über die Ausschläge leicht mit der Erkrankung infizieren kann. Wird nun nicht mit Antibiotika behandelt, kommt der Betroffene in das Stadium III. Dies ist das Endstadium der Erkrankung, welches erst viele Jahre nach der Infektion auftritt. Die Bakterien haben sich nun im ganzen Körper ausgebreitet und sämtliche innere Organe befallen. Es können sich große Hautgeschwüre bilden, die Blutgefäße und inneren Organe werden schwer geschädigt, später werden Hirn, Rückenmark und Nervensystem angegriffen. Wird nun nicht behandelt, stirbt der Patient an den Folgeschäden der Erkrankung.

Syphilis wird durch Schleimhautkontakt mit den Geschwüren oder Hautausschlägen der ersten beiden Stadien übertragen. Eine Ansteckung beim ungeschützten Sex ist aufgrund der hohen Infektiosität der Krankheit sehr wahrscheinlich, weshalb Sex mit Kondom der bestmögliche Schutz vor Syphilis ist. Allerdings lässt sich eine Infektion nie ganz verhindern, weil auch eine indirekte Übertragung über Hände und Sexspielzeuge, bzw. eine Weitergabe der Syphilis beim Petting, bei engem Körperkontakt und (in seltenen Fällen) sogar beim Küssen möglich ist. Deshalb ist es wichtig, über die Symptome Bescheid zu wissen, um bei Verdacht auf eine Infektion mit Syphilis sofort einen Arzt aufzusuchen. Auch ein ungeborenes Kind kann sich bereits im Mutterleib mit der Syphilis der Mutter anstecken. Totgeburten oder schwere Schädigungen des Kindes können die Folge sein. Daher ist es üblich, schwangere Frauen auf Syphilis zu testen.

Das übliche Testverfahren, um eine Infektion mit Syphilis festzustellen, ist ein TPHA-Test. Bei diesem wird Blut abgenomen und nach Antikörpern gegen den Syphilis-Erreger (Treponema Pallidum) gesucht. Ein sicherer Nachweis ist vier bis elf Wochen nach der Infektion möglich.

Syphilis ist heute mit Antibiotika gut zu behandeln und auszuheilen. Wird jedoch zu spät behandelt, können etwaige Spätfolgen (z. B. Hirnschäden oder Blindheit) nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die Krankheit ist dann zwar geheilt, doch die Spätfolgen bleiben.

Ansteckungszahlen: Die Syphilis ist meldepflichtig, weshalb es hier aussagekräftige Statistiken gibt. Im Jahr 2012 haben sich 494 Menschen mit der Syphilis infiziert.

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Bei Herpes simplex handelt es sich um eine Viruserkrankung, welche in eher seltenen Fällen zu den so genannten "Herpesbläschen" bzw. "Fieberbläschen" führen kann.  Es lassen sich hierbei zwei Arten von Herpes unterscheiden: 1) Herpes labialis (hier können sich Herpesbläschen vor allem im Mundbereich ausbilden) und 2) Herpes genitalis (hier kann es zur Bildung von Herpesbläschen im Anal- oder Genitalbereich kommen).  Grundsätzlich können aber beide Herpesarten überall am Körper zu Fieberbläschen führen.

Herpes ist hoch infektiös. Die Übertragung erfolgt durch die Flüssigkeit der Herpesbläschen, die ansteckend ist. Aber auch auf Hautstellen, auf denen sich ein Fieberbläschen befunden hat, das schon abgeheilt ist, können sich noch Herpes-Viren befinden. Die Infektion findet meist beim Küssen, aber auch beim Oralverkehr, bei oral-analen Kontakten oder beim direkten Schleimhautkontakt (bei ungeschütztem Sex) statt.  Auch durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion (Niesen, Husten, gemeinsames Benutzen eines Trinkglases) ist möglich. Beim Oralverkehr kann Herpes genitalis auch auf den Mund oder in den Rachen übertragen werden. Zu bedenken ist auch, dass akute Fieberbläschen bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr das Risiko einer HIV-Infektion erhöhen. Hat ein HIV-positiver Mensch ein akutes Herpesbläschen, so enthält die Wundflüssigkeit des Bläschens HIV in für eine HIV-Infektion ausreichender Konzentration.

Beim Sex bieten Kondome zwar einen gewissen Schutz, allerdings lässt sich das Risiko einer Herpes-Infektion nicht ausschließen, weil das Virus auch beim Petting, bei indirekten Kontakten, über Sexspielzeuge sowie bei engem körperlichen Kontakt sehr leicht übertragbar ist.  Ein Großteil der Bevölkerung trägt daher das Herpes-Virus in sich (zwischen 80 und 90% der Gesamtbevölkerung). Allerdings bilden sich bei den meisten Betroffenen Antikörper gegen das Virus, so dass es zu keiner Ausbildung von Herpesbläschen kommt. Ein geringer Prozentsatz leidet jedoch an den immer wieder auftretenden Fieberbläschen. In diesem Fall bilden sich schmerzhafte Bläschen, welche brennen und jucken. Diese Bläschen platzen schließlich auf und führen zu kleinen Geschwüren, in denen sich die hoch infektiöse Wundflüssigkeit befindet. Manche Menschen bekommen zusätzlich noch leichtes Fieber, geschwollene Lymphknoten sowie Kopf- und Gliederschmerzen.

Wenn man sich einmal mit dem Herpes-Virus infiziert hat, hat man das Virus immer im Körper. Wie oben erwähnt, ist dies jedoch in den meisten Fällen irrelevant, da ein Großteil der Betroffenen Antikörper bildet. Treten Fieberbläschen auf, so kann man sie zwar behandeln, das Virus lässt sich aber nie aus dem Körper entfernen, d. h. eine Heilung von Herpes ist nicht möglich.

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Feigwarzen sind warzenartige Gebilde, die sich im Genitalbereich (z. B. auf dem Penis, in der Harnröhre, am Hodensack, auf den Schamlippen, in der Scheide, am Anus oder im Enddarm) ausbilden können. Sie werden durch so genannte "Humane Papillomviren" (HPV) übertragen. Die Warzen können, wenn sie nicht entfernt werden, im Laufe der Zeit immer größer werden, wobei es zu Blumenkohl-artigen Wucherungen kommen kann. Die Hautveränderungen schmerzen und jucken in der Regel nicht. Lediglich im Analbereich kann es zu juckenden Ekzemen kommen. Feigwarzen sind meist gutartig, doch gibt es einige Typen, die zu Krebs führen können (z. B. Peniskrebs, Gebärmutterhalskrebs, Darmkrebs; dies ist vor allem bei den Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18 möglich). Daher sollten Feigwarzen immer von einem Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten untersucht werden.

Geschützter Sex, d. h. Sex mit Kondom, kann das Risiko einer Infektion mit HPV verringern. Allerdings lässt sich eine Ansteckung nie völlig vermeiden, weil HPV bereits bei Körperkontakt sowie indirekt über Sexspielzeuge oder über die Hände übertragbar ist. Die Infektion findet über die virushaltigen Hautschuppen der Warzen statt, doch kann auch scheinbar gesunde Haut Viren enthalten. Haut zu Haut Kontakt reicht deshalb für eine Infektion aus. Kleine Verletzungen, wie z. B. rasierte oder wunde Haut, erhöhen das Risiko einer Infektion mit HPV. Wenn sich in der Harnröhre Feigwarzen ausbilden, kann HPV auch über Sperma übertragen werden.  Darüber hinaus ist eine Infektion von der Mutter auf das Kind während der Geburt möglich. Zudem können größere warzenartige Gebilde im Geburtskanal das Kind gefährden, so dass ein Kaiserschnitt notwendig ist. In sehr seltenen Fällen ist HPV auch über Toilettensitze oder benutzte Handtücher übertragen worden. Seit 2006 ist in der EU ein sehr wirksamer Impfstoff gegen die HPV-Typen 6,11, 16 und 18 zugelassen. Zu bedenken ist allerdings, dass dieser lediglich bei noch nicht bestehender Infektion wirksam ist, weshalb die Impfung bereits vor dem ersten Sexualkontakt durchgeführt werden sollte.

HPV selbst lässt sich nicht ausheilen. 75-80% der Gesamtbevölkerung tragen jene HPV-Typen (bzw. Antikörper gegen diese), welche für Feigwarzen verantwortlich sind, in sich, doch kommt es lediglich bei 1-2% der Betroffenen zur Ausbildung von Warzen, da die meisten Menschen Antikörper gegen HPV bilden. Allerdings gibt es auch Betroffene, bei denen sich immer wieder Warzen ausbilden. Häufig treten erst Jahre nach einer Infektion Warzen auf. Diese sollten dann unbedingt von einem Facharzt untersucht werden. Je nach betroffener Hautregion und Ausbreitung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Warzen zu entfernen (Vereisen, Lasern, Hauttinkturen, Entfernung mit Skalpell ...). Insgesamt sind Feigwarzen abgesehen von den Hochrisikotypen zwar nicht gefährlich, doch leiden die Betroffenen häufig psychisch unter den sich immer wieder ausbildenden Warzen. Um festzustellen, ob es sich um einen Niedrigrisikotypen (HPV 6 oder 11) oder um einen Hochrisikotypen handelt (HPV 16 oder 18) wird ein Abstrich von der betroffenen Hautstelle gemacht.

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Pilzinfektionen treten sehr häufig bei Frauen auf, während sie Männer eher selten betreffen. Es handelt sich dabei meist um einen Candida-Pilz (Hefepilz), den jeder Mensch auf seiner Haut hat. Wenn jedoch die Haut strapaziert wird bzw. wenn der pH-Wert der Haut neutralisiert wird, können sich diese Pilzkulturen übermäßig stark vermehren und es kommt zu unangenehmen Symptomen. Die empfindlichen Schleimhäute sind hierfür ganz besonders anfällig.

Die Scheide ist aufgrund ihrer Anatomie für Pilzbefall gefährdet. Pilze werden dabei sexuell  oder indirekt (z. B. auf der Toilette oder über das gemeinsame Benutzen von Handtüchern) nur selten übertragen. Meist kommt es zu einer übermäßig starken Vermehrung der Pilzkulturen, die sich bereits zuvor in der Scheide befunden haben, weil die natürliche Hautflora geschädigt wurde. Die Ursachen für dieses Ungleichgewicht sind sehr vielfältig: Antibiotika, immunschwächende Medikamente, Diabetes, eine Veränderung des Hormonhaushalts (z. B. während der Schwangerschaft oder bei Einnahme der Antibabypille) oder einem Zuviel an Körperhygiene (Tenside, Intimsprays, zuviel Seife, Duschgel, Bodylotions, welche die Scheidenschleimhaut austrocknen), synthetische Unterwäsche, zu enge Kleidung, oder psychosomatische Ursachen (z. B. in Folge von Stress, Kummer oder psychischen Belastungen).

Infolgedessen kann es zu geröteten und geschwollenen Schamlippen, zu einer geschwollenen vaginalen Schleimhaut, zu starkem Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Urinieren und beim Sex oder bröckligem weißem Ausfluss aus der Scheide kommen. In sehr seltenen Fällen kann dieser Pilz auch bei Männern auftreten, wobei hier die Beschwerden weit weniger heftig ausfallen: Die Eichel kann sich röten, wobei kleine weiße Pünktchen auftreten können.

Zur Diagnose einer Pilzinfektion muss der Arzt einen Abstrich machen.  Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Zäpfchen, Tabletten mit Milchsäurebakterien, welche die natürliche Flora der Schleimhaut wiederherstellen, Cremes oder Antipilzmittel, mit denen man diese unangenehme Hauterkrankung behandeln kann. Pilzbefall ist zwar nicht gefährlich, doch leiden gerade viele Frauen an den unangenehmen Folgen immer wieder auftretender Pilzinfektionen.

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TRICHOMONADEN-INFEKTION

Bei Trichomonaden handelt es sich um einzellige Parasiten, welche sich gerne in der Scheide, im Darm oder in der Harnröhre einnisten. Vier Tage bis mehrere Wochen nach der Infektion stellen sich erste Symptome ein: Frauen leiden häufig unter schaumigem, übelriechendem Ausfluss aus der Scheide, unter Juckreiz sowie Brennen beim Wasserlassen. Männer leiden bei Befall der Harnröhre weit weniger häufig unter Beschwerden, denn oft verläuft hier die Infektion völlig symptomlos, wobei auch dann die Krankheit weitergegeben werden kann. Doch kann es auch bei Männern zu einem permanenten Druckgefühl der Blase und zu Schmerzen beim Urinieren kommen.  

Eine Infektion mit Trichomonaden sollte man unbedingt behandeln lassen, weil die Parasiten die Schleimhäute schädigen und damit das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten erhöht ist. Wird mit Antibiotika behandelt, so heilt die Krankheit meist ganz aus. Wichtig ist hier jedoch, dass sich immer beide Sexualpartner behandeln lassen, da sonst die Krankheit stets hin- und herspringen kann (Ping-Pong-Effekt).  

Die Ansteckung erfolgt meist über ungeschützten Sex, vor allem aber über ungeschützten Analverkehr. Doch ist auch eine indirekte Weitergabe der Parasiten durch das gemeinsame Benutzen von Handtüchern und Sexspielzeugen möglich. Trichomonaden können zudem in feuchter Umgebung (z. B. in Handtüchern oder in der Sauna) mehrere Stunden lang außerhalb des Körpers überleben.

 

KRÄTZE

Für Krätze, eine Hauterkrankung, ist eine bestimmte Milbe verantwortlich, die kleine Gänge in die oberste Hautschicht gräbt, um dort ihre Eier abzulegen. Auf den betroffenen Hautregionen (meist zwischen den Fingern, an den Handgelenken, an den äußeren Genitalien oder in den Achselhöhlen) kommt es einige Wochen nach der Ansteckung zu grauen Schwellungen, die mit Schorf bedeckt sind, und zu einem beinahe unerträglichen Juckreiz (vor allem in der Nacht). Wenn der Betroffene sich diese Hautstellen nun aufkratzt, entstehen kleine Wunden, die wiederum Eintrittspforten für andere Infektionen sein können.

Vermeiden lässt sich der Befall mit Milben durch eine gründliche Körperhygiene und regelmäßiges Wechseln der Wäsche (bzw. Bettwäsche). Allerdings lässt sich eine Ansteckung nie verhindern, weil Krätze bereits bei engem Körperkontakt, beim gemeinsamen Benutzen von Betten, Handtüchern, Kleidung etc. übertragen werden kann.

Die Behandlung der Krätze erfolgt meist mit chemischen Mitteln zur äußerlichen Anwendung. Da die Milbe so leicht übertragen werden kann, empfiehlt es sich, Sexualpartner und Familienangehörige gleich mitzubehandeln, auch wenn diese noch keine Anzeichen eines Befalls zeigen.

 

FILZLÄUSE

Bei Filzläusen handelt es sich um kleine Insekten, die sich im Gegensatz zu Kopfläusen besonders gerne im Filzhaar, d. h. in der Schambehaarung, einnisten. Dort legen die Läuse ihre Eier (Nissen) ab. Sowohl Läuse als auch Eier sind mit freiem Auge gut erkennbar. Wenn der Befall nicht behandelt wird, können sich die Filzläuse auch in der Behaarung anderer Körperregionen (z. B. am Anus oder auf den Beinen) ausbreiten. Drei bis sechs  Tage nach der Ansteckung, stellt sich beim Betroffenen aufgrund der Bisse der Läuse ein starker Juckreiz ein. Auch kann es zu Hautflecken sowie zu kleinen Blutungen kommen.

Filzläuse werden vor allem beim Sex, bei engem Körperkontakt, über die Bettwäsche oder über Kleidung übertragen. Die Behandlung erfolgt wie bei Krätze, also über chemische Mittel zur äußeren Anwendung oder über eine vollständige Rasur der betroffenen Haarregionen.

 

WÜRMER UND DARMPARASITEN

Würmer und einzellige Parasiten nisten sich hauptsächlich im Darm ein, wobei sich als Symptome übelriechender, blutiger und schleimiger Stuhl oder Durchfall, Fieber, Magen-Darmkrämpfe und Gewichstverlust einstellen können.  Aufgrund dieser sehr starken Beschwerden, lassen die Betroffenen den Befall meist rechtzeitig behandeln, weswegen es nur selten zu schlimmen Folgen, wie z. B. einer Entkräftung des Körpers wegen lang andauerndem Durchfall, kommt. Menschen, die unter einem geschwächten Immunsystem leiden, sind allerdings ernsthaft gefährdet.

Würmer und Darmparasiten werden meist bei oral-analen Kontakten (d. h. beim Lecken des Afters) übertragen. Doch können auch Schmierinfektionen (Kontakt der Hände zu Stuhl, dann Aufnahme über den Mund; z. B. auf Toiletten) zu einer Ansteckung führen. Vermeiden lässt sich die Übertragung durch Körperhygiene, wie z. B. Händewaschen nach dem Besuch der Toilette oder vor dem Essen.

Die Behandlung kann mit verschiedenen Medikamenten erfolgen. Der Betroffene sollte zudem auf Sexualpraktiken verzichten,  über welche man sich mit diesen Parasiten anstecken kann, um andere nicht zu gefährden.

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STDs (d. h. Sexually Transmitted Diseases) oder STIs (Sexually Transmitted Infections) sind Infektionskrankheiten, sie meist durch Bakterien und Viren übertragen werden und die in der Regel gut zu behandeln, manchmal auch ganz auszuheilen sind. Werden diese Infektionen aber verschleppt, so können sie zu gefährlichen Spätfolgen, wie z. B. Unfruchtbarkeit, führen. Das wird häufig dann zum Problem, wenn dem Betroffenen die Infektion zu peinlich ist, um einen Arzt aufzusuchen und sie behandeln zu lassen, und wenn er sie stattdessen verschweigt.

Die Krankheiten können durch sexuelle Kontakte, welche vom Petting bis zum Analverkehr reichen, übertragen werden. Meist ist dafür Austausch von Körperflüssigkeiten (z.B. Sperma, Vaginalsekret, Menstruationsblut), die Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien enthalten, erforderlich, manche STDs werden aber auch bereits durch Kontaktinfektion, d. h. durch Haut-zu-Haut-Kontakt mit Geschwüren, Bläschen, Warzen ... übertragen.

Viele Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens früher oder später mit einer (meist ungefährlichen und gut zu behandelnden) sexuell übertragbaren Krankheit an. Dies ist jedenfalls kein Grund, sich zu schämen. Als Faustregel gilt aber, dass jeder Mensch, der nicht in einer monogamen Partnerschaft lebt, stets Safer Sex (das ist 'sicherer Sex', also Sex mit Kondom) praktizieren und gegen Hepatitis B geimpft sein sollte. Sowohl Männer als auch Frauen sind von diesen Infektionskrankheiten gleichermaßen betroffen.

In den letzten Jahrzehnten haben STDs weltweit stark zugenommen und sich überall verbreitet (mitunter auch durch den Sextourismus). Wer mit einer sexuell übertragbaren Krankheit infiziert ist, hat ein höheres Risiko, sich mit HIV anzustecken, weil dieses Virus leichter über geschädigte Haut (z. B. über Geschwüre, entzündete und geschädigte Schleimhäute oder Bläschen) in die Blutbahn geraten kann.

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Da es einige sexuell übetragbare Krankheiten gibt, lässt sich die Antwort auf diese Frage nur schwer auf einen Nenner bringen. Die spezifischen Symptome sind deshalb unter den jeweiligen Infektionen genau aufgelistet. Es gibt allerdings einige Warnzeichen, bei denen man unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte:

1) Juckreiz, Schmerzen oder Hautveränderungen am Übertragungsort, wie  z. B. in Mund, Rachen, Enddarm, am After, auf den Schamlippen, in der Scheide, auf dem Penis  etc. (etwa kleine schmerzlose Geschwüre, Warzen, Bläschen, Rötungen, Schuppen, Knötchen, Pusteln).

2) Schmerzen, die sich im Genitalbereich, im Unterleib oder im Unterbauch einstellen. Manchmal kann es auch zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen.

3) Schleimig-eitriger Ausfluss, der in Zusammensetzung und Farbe je nach STD unterschiedlich beschaffen sein kann, aus der Scheide, aus dem Penis oder aus dem After.

4) Schmerzen oder Brennen beim Urinieren

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Es ist vor allem wichtig, über die häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen Bescheid zu wissen und deren Symptome zu kennen. Sollte einmal ein ungeschützter sexueller Kontakt passiert sein, ist es nicht sinnvoll, in Panik zu verfallen und sich auf sämtliche Infektionen austesten zu lassen. Immerhin ist es insgesamt unwahrscheinlich, sich wegen eines einmaligen ungeschützten Kontakts sofort mit sämtlichen STDs zu infizieren. Stattdessen sollte man in den nächsten Wochen seinen Körper beobachten und bei etwaigen Beschwerden (z. B. Geschwüre im Genitalbereich) sofort einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen. Dies sollte man bereits bei kleinen Warnsignalen und leichten Symptomen tun, da es einige Infektionen gibt, die zunächst gar keine oder kaum Beschwerden verursachen, jedoch zu gravierenden Spätfolgen (z. B. Schädigung des Hirns bei einer Infektion mit Syphilis) führen können. Zudem kann man als Träger von STDs auch andere Sexualpartner anstecken und trägt damit bei, dass sich Infektionen weiter ausbreiten. Man kann eine sexuell übertragbare Infektion zudem nicht selbst ausheilen, und es kann äußerst gefährlich werden, mit der Hausapotheke herumzudoktern. Lediglich ein Arzt kann wirksame Medikamente verschreiben. Wenn der Betroffene hingegen versucht, seine Infektion allein zu behandeln, kann das die Krankheit verschleppen und es können permanente Schäden entstehen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Die besten Ansprechpartner unter den Medizinern sind Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder Frauenärzte bzw. Urologen. Der Gang zum Arzt stellt für viele Menschen bereits eine große Hürde dar, weil es dem Betroffenen sehr peinlich ist, und wird deswegen gerne immer wieder hinausgeschoben. Es ist daher wichtig, einen Arzt zu finden, dem man vertrauen und mit dem man über seine Ängste sprechen kann. Ist das mit einem Arzt nicht möglich, sollte man sich im Idealfall nach einem anderen Mediziner umsehen. Es ist auch gut, sich vor Augen zu halten, dass STDs sehr weit verbreitet sind und sehr häufig auftreten, weshalb sie für den Arzt nichts Außergewöhnliches darstellen und deren Untersuchung und Behandlung zum beruflichen Alltag des Mediziners zählen.

Hat man sich eine sexuell übertragbare Krankheit eingefangen, so sollte man immer seine(n) Sexualpartner davon informieren. Das kann eventuell sehr unangenehm sein, z. B. wenn man fremdgegangen ist, aber es ist notwendig, weil sich immer beide Sexualpartner behandeln lassen sollten. Ansonsten kann es passieren, dass die Infektion stets hin- und herspringt. Auch sollte bis zum Abschluss der Behandlung nur Sex mit Kondom stattfinden, im Idealfall verzichtet man sogar ganz auf Sex.

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Es gibt nur zwei Möglichkeiten, um eine Ansteckung mit STDs vollständig auszuschließen: Völliger Verzicht auf Sex oder lebenslange Treue zu einem nichtinfizierten Partner. Das ist allerdings meist utopisch und geht an der Realität vorbei. Deshalb ist es so wichtig, die Symptome der verschiedenen STDs zu (er)kennen, um rechtzeitig zu einem Arzt zu gehen.

Der beste Schutz vor STDs ist Safer Sex (Deutsch 'Sicherer Sex'). Im Gegensatz zum Safe Sex, bei dem ein Infektionsrisiko zu 100% ausgeschlossen werden kann (z. B. Telefonsex, nebeneinander onanieren, ohne dass es zu körperlichen Berührungen kommt), lässt sich beim Safer Sex ein Risiko nie völlig ausschließen.

Das alles ist Safer Sex:

- Sex ohne in den Partner einzudringen (z. B. Petting, erotische Massage, Streicheln ...)

- Analverkehr und Vaginalverkehr mit Kondom

- Oralverkehr, ohne dass man Sperma, Lusttropfen, Scheidenflüssigkeit oder Regelblut aufnimmt (das ist nur möglich, wenn man dem männlichen Sexualpartner ein Kondom überzieht bzw. beim Cunnilingus Latex- oder Lecktücher verwendet, welche auf die Scheide gelegt werden).  

- Indem man keine krankheitsbedingten Hautveränderungen berührt (z.B. Syphilis-Geschwüre, Bläschen, entzündete Schleimhaut).

- Wenn man über Sexspielzeuge, die man gemeinsam verwendet, ein Kondom streift.

- Wichtig sind auch Hygiene und Sauberkeit. Wer sich täglich pflegt, entwickelt Sensibilität im Umgang mit seinem Körper und wird schneller auf Hautveränderungen, Warnsignale, Infektionen und etwaige Symptome aufmerksam. Allerdings kann man es mit der Sauberkeit auch übertreiben: Frauen, die täglich ihre Scheide mit agressiven Tensiden oder Intimsprays reinigen, tun sich nichts Gutes, da ihre vaginale Schleimhaut austrocknet und Krankheitserreger eine strapazierte Schleimhaut leichter durchdringen können. Wenn die Unterwäsche aus Kunstfasern besteht, ist sie nicht amtmungsaktiv und Feuchtigkeit und Hitze, der ideale Nährboden für viele Krankheitserreger, die sich unter Feuchtigkeit  und Wärme rasch verbreiten, können sich im Intimbereich stauen. Daher sollte Unterwäsche aus Baumwolle bzw. aus Naturfasern getragen werden. Einige Erreger, wie z.B. die Viren von Hepatitis A und B, Chlamydien sowie Tripper können auch durch Schmierinfektion indirekt übertragen werden. Die Viren und Bakterien dieser Infektionskrankheiten gelangen z. B. nach dem Gang auf die Toilette auf die Hände und anschließend auf Türklinken oder Handtücher. Darum sollte man sich nach dem Benützen der Toilette stets die Hände waschen.

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Kondome sind beim Sex der ideale Schutz: Sie verhindern nicht nur ungewollte Schwangerschaften, sondern verringern auch das Risiko einer Infektion mit STDs. Kondome bestehen meist aus Latex, der heute sehr dünn, zugleich aber extrem reißfest ist. Für Menschen, die auf Latex allergisch reagieren, gibt es auch Kondome aus Polyurethan, die bedauerlicherweise ziemlich teuer sind. Ein spezielles Verhütungsmittel für Frauen stellt das Femidom dar, das gleichfalls aus Polyurethan hergestellt wird. Dieses ist meist nur rezeptfrei  in Apotheken erhältlich, ist ziemlich teuer, aber genauso sicher wie das Kondom für den Mann und gibt vielen Frauen das Gefühl, die Kontrolle beim Sex selbst in der Hand zu haben. Kondome und Femidome unterliegen hohen Qualitätsstandards. Sie bieten den Sexualpartnern eine sehr hohe Sicherheit, allerdings nur dann, wenn sie richtig angewendet werden. Alle anderen Verhütungsmittel wie Scheidenzäpfchen, die Antibabypille, das Hormonpflaster, Hormonstäbchen, die Spirale usw. können nur eine Schwangerschaft, jedoch nicht eine Ansteckung mit HIV und anderen STDs verhindern.

 

WEITERE WICHTIGE PUNKTE, AUF DIE MAN BEI DER VERWENDUNG VON KONDOMEN ACHTEN SOLLTE:

- Kondome müssen vor Hitze und Kälte bzw. großen Temperaturschwankungen geschützt werden. Es ist daher nicht ratsam, Kondome im Handschuhfach des Autos zu lagern oder Kondome aus einem Kondomautomaten, der im Freien steht, zu beziehen. Auch sollten Kondome nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden und nicht in Geldtaschen oder Hosentaschen aufbewahrt werden, da der hohe Druck die Gummis schädigen könnte.

- Die Verpackung des Kondoms muss unbeschädigt sein. Jede Verpackung hat einen Luftpolster. Ist dieser nicht mehr vorhanden, ist die Verpackung beschädigt und es sollte eine anderes Kondom in unbeschädigter Verpackung (also mit Luftpolster) verwendet werden.

- Verwende nur Kondome, die auf der Verpackung mit einem CE-Kennzeichen markiert sind und eine Prüfnummer tragen (nur dann handelt es sich nämlich um kontrollierte und geprüfte Kondome). Kondome, deren Ablaufdatum überschritten ist, solltest Du nicht verwenden.

- Viele Menschen glauben, dass zwei Kondome übereinander mehr Sicherheit bieten als eines. Das ist ein großer Irrtum, da die Gummis aneinander reiben und dadurch leichter reißen können. Zwei Kondome übereinander sind somit viel unsicherer als eines.

- Für den Analverkehr gibt es "extra starke" Kondome, die etwas dicker und damit reißfester sind als herkömmliche Gummis. Trotzdem sollte auch bei dickeren Kondomen beim Analverkehr aufgrund des hohen Drucks und der starken mechanischen Beanspruchung stets viel Gleitgel verwendet werden. Ansonsten kann es passieren, dass das Kondom „heiß läuft“ und platzt.

- Verwende nur fettfreies und wasserlösliches Gleitgel. Fette oder Öle greifen nämlich das Latex der Kondome an, dieses wird dann brüchig und kann leichter reißen. Verwendet eine Frau zusätzlich noch spermatötenden Schaum oder Zäpfchen, so müssen diese fettfrei sein.

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Email: office@aidshilfen.at
Öffnungszeiten:
• Telefonische Beratung und allgemeine Auskünfte: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr; Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Persönliche Beratung: Mo und Do von 17 bis 19 Uhr
• Testung auf HIV, Syphilis, Hepatitis und Hepatitis-Impfung: Mo, Do von 17 bis 19 Uhr
• Psychosoziale Beratung und Betreuung für Betroffene: Mo bis Fr von 9 bis 13 Uhr

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Man müsste meinen, es sei nicht schwer, ein Kondom richtig überzuziehen. Allerdings bedarf es hierzu einiger Übung. Wenn Kondompannen passieren (z. B. gerissenes oder geplatztes Kondom), ist dies so gut wie immer auf Anwendungsfehler zurückzuführen. Daher möchten wir an dieser Stelle noch einmal die Punkte ansprechen, auf die man bei der Verwendung von Gummis unbedingt achten sollte:

• Reiße die Kondomverpackung vorsichtig auf. Du darfst auf keinen Fall mit spitzen Fingernägeln, mit der Nagelschere oder anderen spitzen bzw. kantigen Gegenständen die Verpackung in der Mitte aufreißen. Auch Schmuck, Piercings etc. können das Kondom beschädigen. Die Kondomverpackung solltest Du ganz oben oder unten aufmachen, um anschließend das Kondom vorsichtig herauszudrücken.

•Wenn das Kondom sich nicht abrollen lässt, dann hast Du es verkehrt herum aufgesetzt. In diesem Fall darfst Du das Kondom nicht mehr benutzen, da sich bereits Lusttropfen, Bakterien oder Viren auf dem Latex befinden können.

•Ziehe die Vorhaut zurück und drück die Spitze des Kondoms (das so genannte „Reservoir“) zusammen. In der Spitze des Kondoms darf sich nämlich keine Luft befinden, da der Gummi ansonsten beim Sex leichter platzen kann. Außerdem schaffst Du auf diese Weise mehr Platz für den Samenerguss.

•Setze das Kondom auf die Penisspitze und achte darauf, dass die Rolle außen liegt (ansonsten setzt Du es verkehrt herum auf). Rolle das Kondom mit sanftem Druck bis zum Penisschaft ab (auf keinen Fall solltest Du mit Gewalt zerren). Halte unbedingt auch während des Abrollens die Spitze des Kondoms zu! Wenn das Kondom sich nicht abrollen lässt, dann hast Du es verkehrt herum aufgesetzt. In diesem Fall darfst Du das Kondom nicht mehr benutzen, da sich bereits Lusttropfen, Bakterien oder Viren auf dem Latex befinden können.

•Nach dem Orgasmus musst Du Dein Glied sofort aus der Scheide ziehen, wobei Du das Kondom festhalten musst, damit es nicht abrutscht. Der Penis wird nämlich innerhalb von wenigen Sekunden bereits wieder schlaff, wobei das Kondom vom erschlafften Glied abrutschen und sich der Inhalt in der Scheide (oder bei Analverkehr im Darm) entleeren kann. In diesem Fall war die ganze Mühe umsonst, denn nun kann es beim Genitalverkehr nicht nur zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen, sondern es können auch STDs übertragen werden.

•Kondome eigenen sich nur zur einmaligen Anwendung und dürfen nicht recycelt werden. Sie dürfen deshalb auf keinen Fall wiederverwendet werden. Entsorge das Kondom im Müll bzw. im Biomüll, nie aber in der Toilette, da es hierbei zu Verstopfungen der Wasserrohre kommen kann.

BEDENKE: ÜBUNG MACHT DEN MEISTER!!!!

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Es gibt einige Sofortmaßnahmen, mit denen man nach einem Kondomunfall das Risiko einer Infektion mit STDs verringern kann:

• Nach dem Oralverkehr sollte man Sperma, das in die Mundhöhle geraten ist, sofort ausspucken und im Idealfall mit hochprozentigem Alkohol spülen.

•Sollte das Kondom gerissen oder geplatzt sein, empfiehlt es sich, nur äußerlich abzubrausen (also keine Scheidenspülung, kein Darmeinlauf), da sonst die Krankheitserreger noch tiefer in den Körper hineingespült werden können.

•Der aktive Sexualpartner (Vaginalverkehr, Analverkehr) kann das Risiko einer Infektion verringern, indem er nach dem Sex Wasser lässt oder seinen Penis und seine zurückgezogene Vorhaut abbraust.

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Hier findest Du eine gute Übersicht über anale Sexpraktiken, Spielchen, Hygienemaßnahmen und gesundheitliche Risiken: http://www.datenschlag.org/howto/anal/

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